Mannheimer Sommerferienprogramm „SomMA in der Stadt“

Das Sommerferienprogramm „SomMA in der Stadt“ ist auf der Seite ferienplattform-mannheim.de abrufbar, dort gibt es auch alle Informationen zur Anmeldung. Zusätzlich gibt es von Montag bis Freitag, 9 bis 15 Uhr, unter 0621/2933923 ein Infotelefon. Die Angebote werden laufend ergänzt. Es lohnt sich also, ab und zu auf der Mannheimer Ferienplattform vorbeizuschauen! 

Damit möglichst viele Kinder und Jugendliche von den Angeboten profitieren können, bittet die Stadt darum, nur die Teilnahmeplätze zu reservieren, die auch wirklich genutzt werden.  

Nach einer langen Zeit zu Hause, ohne Schule und Freunde, gibt es für Kinder und Jugendliche nun eine Perspektive für Freizeitprogramme in den Sommerferien. Grundlage ist eine Verordnung des Landes, mit der die Vorgaben für Ferienprogramme für Kinder- und Jugendliche gelockert wurden. 

Da der Infektionsschutz dabei jedoch nach wie vor nicht vernachlässigt werden darf, setzt die Jugendförderung im Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt beim diesjährigen Sommerferienprogramm „SomMA in der Stadt“ auf kleinere dezentrale Angebote. „Dabei können Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren auch zu Corona-Zeiten Gemeinschaft in der Gruppe erleben, gemeinsam viel Spaß haben und ungeahnte Möglichkeiten in Mannheim entdecken“, erläutert Jugendbürgermeister Dirk Grunert und betont: „Wir freuen uns, wenn viele Familien unsere Ferienangebote nutzen!“

Die Teilnahme an den Programmen für ist überwiegend kostenfrei und die Themenvielfalt riesig: Sie reicht von Trendsportarten wie Parcours oder Stand-up-Paddling (SuP) über Graffiti-Kreativangebote bis hin zum Bau von Insektenhotels. Auch Reisen zu Pirateninseln oder in den wilden Westen sind dabei, außerdem Klassiker wie Zirkus, Schatzsuche, Klettern und Ausflugsprogramme. Es gibt einzelne Tagesangebote und -ausflüge, aber auch Mehrtagesangebote von Mittwoch bis Freitag oder von Montag bis Freitag sind dabei. 

Insbesondere die städtischen Jugendhäuser Vogelstang, Hochstätt, Herzogenried, Schönau, Waldpforte, Erlenhof und das Nachbarschaftshaus Rheinau, die Jugendtreffs Feudenheim, Lindenhof und Neckarau und die Abenteuerspielplätze Hochstätt, Waldpforte und Erlenhof sind Standorte und Ausganspunkte der Sommerferienangebote. Die Jugendeinrichtungen sind in der Regel während der gesamten Sommerferien geöffnet. 

„Wir möchten das Infektionsrisiko trotz neuer Freiheiten und Lockerungen besonders im Blick behalten. Deshalb setzen wir in diesen Sommerferien auf kleinere Gruppen mit festen Betreuer*innen. Die Aktionen finden in den Mannheimer Stadtteilen statt, wodurch die Anreise besonders kurz ausfällt. Selbstverständlich werden die aktuell geltenden Hygieneempfehlungen für die Kinder- und Jugendarbeit dabei berücksichtigt“, erklärt der Bildungs- und Gesundheitsbürgermeister. 

Neben den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Jugendeinrichtungen, des Spielmobils und des Ferienexpresses „Steig Ein“ sind mehr als 50 Ferienhelfer*innen über sechs Wochen im Einsatz, um den Kindern und Jugendlichen tolle Ferien in Mannheim zu bieten. Auch dank der Kooperationen mit verschiedenen Mannheimer Vereinen und anderen städtischen Fachbereichen kamen einige Ferienprogramme dazu. Insgesamt stellt die Jugendförderung im Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt mehr als 1500 Plätze für alle Angebote bereit; während der sechs Ferienwochen können täglich etwa 250 Kinder die Angebote nutzen

Quelle: https://www.majo.de/9-weblog/216-mannheimer-sommerferienprogramm-somma-in-der-stadt.html

Konzept für Schuljahr 2020/2021

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat das Konzept für das Schuljahr 2020/2021 vorgestellt. Das Rahmenkonzept verfolgt das Ziel, für alle Schülerinnen und Schüler unter den gegebenen Bedingungen so viel Präsenzunterricht wie möglich zu realisieren und gleichzeitig die Belastungen für Lehrkräfte und Schulleitungen zu begrenzen. „Wir gehen den Schritt der Öffnung aller Schulen aus Überzeugung. Schule ist mehr als Wissensvermittlung“, so Eisenmann. 

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat heute (8. Juli) der Landespresse in Stuttgart das Rahmenkonzept für das Schuljahr 2020/2021 vorgestellt. Bereits gestern sind alle 4.500 Schulen im Land über die Planungen informiert worden. „Unser Konzept verfolgt das Ziel, für alle Schülerinnen und Schüler unter den gegebenen Bedingungen so viel Präsenzunterricht wie möglich zu realisieren und gleichzeitig die Belastungen für Lehrkräfte und Schulleitungen zu begrenzen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Die Grundschulen sind bereits Ende Juni 2020 zu einem Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückgekehrt. Mit dem neuen Schuljahr soll dies in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens auch für alle weiterführenden Schularten gelten.

Klassen und Lerngruppen in fester Zusammensetzung

„Die Regelform für den Unterricht im neuen Schuljahr wird der Präsenzunterricht in der Schule sein. Damit sind wir im Einklang mit den Plänen der anderen Länder und dem Beschluss der Kultusministerkonferenz, im Schuljahr 2020/2021 auch an allen weiterführenden Schulen im regulären Schulbetrieb vor Ort zu unterrichten“, erläutert Eisenmann. Um dies zu ermöglichen, ist es notwendig, das Abstandsgebot zu den und zwischen den Schülern aufzuheben. „An die Stelle des Abstandsgebots treten Gruppen in fester Zusammensetzung. Das heißt, es müssen möglichst feste und konstante Gruppen gebildet werden. Wo immer möglich, sollte sich der Unterricht auf die reguläre Klasse oder die Lerngruppe beschränken“, so die Ministerin. So könnten bei Ansteckungen die Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden. „Das neue Schuljahr wird also keineswegs ein ganz normales Schuljahr, so wie wir das noch vor der Corona-Krise kannten. Aus diesem Grund habe ich entschieden, dass wir auch die zentralen Abschlussprüfungen 2021 zeitlich nach hinten verlegen, um für alle Eventualitäten von vornherein einen Puffer und zusätzliche Zeit für Unterricht und Prüfungsvorbereitung zu haben“, erläutert die Ministerin. Je nach Schulart werden die Prüfungen um drei bis vier Wochen verschoben.

Leitlinien und Qualitätskriterien für den Fernunterricht

„Unser Ziel ist so viel Präsenzunterricht wie möglich. Dennoch müssen wir aber weiterhin mit Fernunterricht rechnen und entsprechend planen“, so Eisenmann. Etwa für einzelne Schülerinnen und Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen nicht den Präsenzunterricht besuchen oder auch im Falle einer erneuten, temporären Schulschließung. „Aus diesem Grund haben wir nun verbindliche Leitlinien und Qualitätskriterien für das digitale Lernen im Fernunterricht festgelegt“, erläutert Eisenmann. Dazu zählt, dass allen am Fernunterricht teilnehmenden Schülern dieselben Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt werden, die Schüler in allen Fächern regelmäßig Aufgaben bekommen und auch Rückmeldungen erhalten, wenn diese bearbeitet wurden. Außerdem muss eine regelmäßige und verlässliche Kommunikation zwischen den Lehrkräften und den Schülern gewährleistet werden. Die Lehrkräfte sind zudem angehalten, das Fernlernen zu dokumentieren. Schülerinnen und Schüler, die über keine digitale Ausstattung oder Anbindung verfügen, sollen von der Schule die notwendige Ausstattung zur Verfügung gestellt bekommen bzw. erhalten an der Schule einen digitalen Zugang, um eigenständig lernen zu können. Diese Unterstützung erfolgt aus dem Sofortausstattungsprogramm im Rahmen des DigitalPakts Schule. Das Land hat den Anteil aus dem Bundesprogramm verdoppelt, so dass hierfür 130 Millionen Euro zur Verfügung stehen, für die die Kommunen und Schulen in freier Trägerschaft nun unbürokratisch, ohne Antragsverfahren insgesamt rund 300.000 Endgeräte beschaffen können.

Start des Schuljahres: Lücken und Förderbedarfe identifizieren

„Durch die Schulschließungen konnten leider nicht alle Schüler in der Form erreicht werden, wie es nötig gewesen wäre. Das müssen wir berücksichtigen“, sagt Eisenmann. Deshalb werden die Schulen für jede Klasse bzw. Lerngruppe bis zum Schuljahresende dokumentieren, welche Inhalte nicht vertieft behandelt werden konnten. Damit daran dann im neuen Schuljahr angeknüpft werden kann und der Lernstand berücksichtigt wird. „Das ist wichtig für die erste Zeit im neuen Schuljahr. Hier geht es zunächst darum, mögliche Lernlücken und Förderbedarfe zu identifizieren und die Ausgangsbasis jedes Schülers zu bestimmen“, sagt Ministerin Eisenmann. Für die Klassen bzw. Lerngruppen 5 setzen in den Fächern Deutsch und Mathematik die Fördermaßnahmen an den Ergebnissen der Lernstandserhebung Lernstand 5 in den Fächern Deutsch und Mathematik an. Auch das Förderprogramm „Lernbrücken“ in den letzten beiden Wochen der Sommerferien setzt hier an. Die intensiven Förderkurse sollen den Schülern ermöglichen, Stoff aufzuholen, Lerninhalte zu wiederholen, damit sie Anschluss halten können und gut vorbereitet in das neue Schuljahr starten können.

Schule ist mehr als Wissensvermittlung

„Wir gehen den Schritt der Öffnung aller Schulen aus Überzeugung. Schule ist mehr als Wissensvermittlung, sie gibt Struktur und ist auch elementar für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder- und Jugendlichen und ein soziales Miteinander“, betont die Ministerin und ergänzt: „Aber wir sollten uns bewusst sein, dass wir immer noch eine Pandemie haben. Auch wenn das Infektionsgeschehen stabil ist, bedeutet das nicht, dass es keine Infektionen an Schulen geben wird. Es wird immer ein Restrisiko geben. Das betrifft alle Lebensbereiche und damit auch die Schulen.“

Die üblichen Hygieneregeln, etwa eine gründliche Händehygiene, Husten- und Niesetikette, der Verzicht auf enge körperliche Kontakte wie Umarmungen und Händeschütteln sowie eine regelmäßige Desinfektion von Oberflächen bestehen weiterhin. Wenn in einer Schule ein Coronavirus-Fall auftritt, übernimmt das örtliche Gesundheitsamt in enger Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt die Einleitung entsprechender Maßnahmen zur Eindämmung eines Ausbruchs. Dabei treffen die Gesundheitsämter Einzelfallentscheidungen, die von der jeweiligen Situation an der Schule und dem Hintergrund des Falles abhängen.

Freiwillige Testmöglichkeiten für Lehrkräfte

„Wichtig ist für mich auch, dass wir die Öffnung von Schulen mit freiwilligen Testmöglichkeiten für alle Lehrkräfte begleiten. Der Gesundheitsschutz unserer Lehrerinnen und Lehrer hat höchste Priorität für mich. Mein Ziel ist, dass wir uns noch vor der Sommerpause auf ein vernünftiges Konzept einigen“, sagt Eisenmann. Das Konzept soll überdies auch die Erzieherinnen und Erzieher in den Blick nehmen.

Schulen handeln mit großer Verantwortung, Pragmatismus und Umsicht

Auf der Pressekonferenz dankte Ministerin Eisenmann den Schulleitungen und Lehrkräften für ihr Engagement in den vergangenen Monaten: „Die Schulschließung und die erforderlichen Neuplanungen haben Lösungen erforderlich gemacht, für die wir keine Erfahrungswerte hatten. Ich danke den Schulen herzlich dafür, dass sie mit größtem Engagement und mit großer Verantwortung, mit Pragmatismus und Umsicht ein Maximum an Lernen und Bildung für die Schülerinnen und Schüler möglich gemacht haben“, sagt Eisenmann und fügt an: „Die Schulleitungen waren dabei besonders gefordert. Den Schulalltag unter Corona-Bedingungen und die Abschlussprüfungen unter den Zwängen von Abstandsgebot, Hygienevorschriften zu organisieren, den Personaleinsatz im Hinblick auf Risikogruppen zu planen – war und ist eine herausragende Leistung.“ Schule sei eine Gemeinschaftsaufgabe in der Verantwortung von vielen Beteiligten. Gemeinsam mit den Schulen und den Kommunen als Schulträgern werde das Land Sorge dafür tragen, dass der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen gut vorbereitet ist.

Termine für die Abschlussprüfungen 2021 an allgemeinbildenden Schulen

Hauptschulabschlussprüfung:
Haupttermin: 8. Juni bis 15. Juni 2021
Nachtermin: 25. Juni bis 29. Juni 2021
Mündliche Prüfungen: 12. Juli bis 16. Juli 2021

Werkrealschulabschlussprüfung:
Haupttermin: 8. Juni bis 18. Juni 2021
Nachtermin: 25. Juni bis 1. Juli 2021
Mündliche Prüfungen: 12. Juli bis 16. Juli 2021

Realschulabschlussprüfung:
Haupttermin: 8. Juni bis 18. Juni 2021
Nachtermin: 25. Juni bis 1. Juli 2021
Mündliche Prüfungen: 12. Juli bis 16. Juli 2021

Abitur:
Haupttermin: 4. Mai bis 21. Mai 2021
Nachtermin: 8. Juni bis 23. Juni 2021
Mündliche Prüfungen: 12. Juli bis 23. Juli 2021

Weitere Informationen:

Schreiben der Kultusministerin zu den Planungen für das Schuljahr 2020/21 an allgemein bildenden Schulen (7. Juli, PDF)

Konzept für einen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen an den auf der Grundschule aufbauenden Schularten in Baden-Württemberg (7. Juli 2020, PDF)

Anlage Prüfungen (7. Juli 2020, PDF)

Anlage Ganztag (7. Juli 2020, PDF)

Schreiben der Kultusministerin zu den Planungen für das Schuljahr 2020/21 an den Grundschulen und sonderpädagogischen Beratungszentren (7. Juli, PDF)

Schreiben der Kultusministerin zu den Planungen für das Schuljahr 2020/21 an den beruflichen Schulen (7. Juli 2020, PDF)

Anlage Planungsschreiben (7. Juli 2020, PDF)

Anlage Prüfungstermine berufliche Schulen (7. Juli 2020, PDF)

Quelle: https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/2020+07+08+Konzept+Schuljahr+2020-2021

Umfrage des LEB an die Eltern: Erfahrungen mit Fernbeschulung zu Corona-Zeiten

Liebe Eltern baden-württembergischer Schulkinder,

Stand jetzt ist für die Zeit nach den Sommerferien seitens des Kultusministeriums an allen Schulen weitestgehende Präsenzbeschulung geplant.

Der 19. Landeselternbeirat Baden-Württemberg (LEB) strebt ebenfalls höchst mögliche Präsenzbeschulung an. Er hält jedoch Vorbereitungen auf Situationen, in denen diese aufgrund der Pandemieentwicklung erneut reduziert oder wieder ganz eingestellt werden muss, für mindestens so wichtig.

Aus Sicht des 19. LEB sind solche Erfordernisse bereits für Herbst 2020 nicht auszuschließen.

Dem LEB ist es daher ein großes Anliegen, durch Verbesserungen technischer und organisatorischer Randbedingungen dauerhaft reibungslose Übergänge zwischen allen Beschulungsformen zu gewährleisten. Anhand einer schulartübergreifenden Umfrage sollen hierfür ab Dienstag 7. Juli 2020 kurz- bis mittelfristige Anforderungen ermittelt werden.

QR-Code (direkter Link zur Umfrage)

Der LEB lädt Sie herzlich ein, durch Ihre Mitwirkung an dieser Umfrage dazu beizutragen, auf breiter Basis mithilfe Ihrer Erfahrungen und Schlussfolgerungen zeitnah fundierte Anforderungen für Fernunterricht bzw. Mischformen zu erarbeiten, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Gewünscht ist eine Baden-Württemberg-weite Teilnahme möglichst vieler Haushalte mit schulpflichtigen Kindern, unabhängig davon, auf welchem Wege Sie diesen Link erhalten haben. Dies schließt ausdrücklich ein, dass Sie den Link auch teilen dürfen und sollen! Der Fragebogen soll pro Haushalt einmal ausgefüllt werden – einzig technisch bedingt ist er auf maximal 4 Kinder beschränkt.

Ziel der Umfrage ist, technische und pädagogische Hürden des Unterrichts in der Praxis während Pandemiezeiten möglichst flächendeckend aufzuzeigen, um sowohl allgemein als auch schulartspezifisch entsprechend agieren zu können.

Bedenken Sie jedoch bitte, der LEB benötigt diese Ergebnisse zwingend vor den Sommerferien. Daher wird der Fragebogen so aufgebaut sein, dass er weitgehend automatisiert auszuwerten ist. Dadurch bilden die Antworten evtl. nicht alle Details der vielfältigen Schullandschaft unseres Landes ab. Bitte lassen Sie sich davon nicht abschrecken, sondern wählen Sie Ihre Antworten ggf. so, wie sie Ihrer persönlichen Meinung am nächsten kommen.

Herzlichen Dank!

Der 19. Landeselternbeirat Baden-Württemberg

-> Zur Umfrage

Quelle: https://www.leb-bw.de/Umfrage/

Gesamtelternbeiräte Baden-Württemberg rufen zur DEMO auf

Liebe Elternvertreter*innen, liebe Eltern, 

eine Initiative der Gesamtelternbeiräte Baden-Württemberg rufen zur DEMO auf**: 

Wann: Samstag, den 04.07.2020

Uhrzeit: 13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Wo: Stuttgart, Start: Lautenschlagerstraße (HBF)

Für was: BILDUNG MIT PLAN

Was fehlt uns & was wollen wir?

o Konkrete Pläne für den Schulbetrieb ab sofort und im September 2020 für sämtliche Szenarien während der Pandemie-Entwicklung

o Mitsprache und klare Kommunikation auf Augenhöhe mit Eltern und Schülern

o Chancengleichheit für alle

o Transparenz und Perspektiven

o mehr Lehrkräfte

o eine Antwort auf unseren offenen Brief an Frau Dr. Eisenmann. 

Wen brauchen wir?

o alle, die uns tatkräftig unterstützen!

Wie können Sie / könnt ihr uns unterstützen?

o durch großzügiges Bekanntmachen unseres Aufrufes zur Demo

o durch Verteilen dieses Schreiben an Eltern, Schüler und alle, die uns unterstützen wollen

Verteilen über E-Mail, Messenger-Dienste, zum Ausdrucken, zum Aushängen usw.

o durch zahlreiche Teilnahme vor Ort

als ehrenamtliche Ordner* (Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und verantwortlich auftreten. Sehr gerne auch Schüler*innen (Wir brauchen EUCH! – Was ist eine Initiative für Bildung ohne Schüler?) bitte E-Mail an: peter.greim@geb-stuttgart.de 

Bitte leiten Sie diese Information gern an alle Eltern weiter. 

Wir freuen uns über eine möglichst große Beteiligung.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Papendick

Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim 

* Das Briefing findet um 12:00 Uhr am Startpunkt der Demo statt.

** Zu beachten sind unbedingt die geltenden Abstands- und Hygieneregeln, auch während der Demonstration, und das Tragen von Schutzmasken. Selbstverständlich dürfen weder Waffen, waffenähnliche Gegenstände oder Reizgase mitgeführt werden, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.

Webinare zu Moodle und Big Blue Button für Eltern

Liebe Elternvertreter*innen, liebe Eltern,

seit Beginn der Schulschließung haben wir Eltern verschiedene Werkzeuge digitalen Lernens im Fernunterricht kennengelernt. Unterschiedliche Anbieter von digitalen Plattformen und Videokonferenzen wurden und werden genutzt. Inzwischen empfiehlt das Land datenschutzrechtlich sichere Tools. 

Aber was genau können „Moodle“ und „Big Blue Button“ – die Tools, die an immer mehr Schulen zum Einsatz kommen?

Um insbesondere Eltern einen kurzen Überblick zu geben, konnten wir zwei Referenten vom Landesmedienzentrum, Karlsruhe, für je ein Webinar gewinnen. Alle wichtigen Informationen finden Sie untenstehend.

Bitte leiten Sie diese Information gern an alle Eltern weiter.

Wir freuen uns über eine möglichst große Beteiligung und einen interessanten Austausch.

Mit herzlichen Grüßen
Thorsten Papendick
Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim

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„Moodle – Einführung für Eltern“

Referent/innen: Gabriella Parditka und Alexander Weller

Donnerstag, 25.06.2020 von 20:30 – 21:30 Uhr

Die Einführung richtet sich vor allem an Eltern, deren Kinder in der Corona-Zeit die Lernplattform Moodle nutzen. Sie erhalten eine Schnelleinweisung in die Handhabung der Lernplattform und haben im Anschluss die Möglichkeit, Fragen an die Referentin zu stellen.

Wenn Sie möchten, können Sie mir vorab Ihre Screenshots per Email zuschicken: gparditka@lmz-bw.de

Am Webinar teilnehmen

„Big Blue Button – Einführung für Eltern“

Referent: Alexander Weller

Donnerstag, 02.07.2020 von 20:30 – 21:30 Uhr

Big Blue Button ist eine Kommunikationsplattform, über die Lehrkräfte gut mit ihren Schüler/innen kommunizieren und arbeiten können. Diese Plattform lässt sich in Moodle einbinden und bietet sich auch aus datenschutztechnischen Gründen für den digitalen Unterricht an. In dieser Einführung erfahren Sie, wie Sie und Ihre Kinder das Tool nutzen können. Gerne gehe ich außerdem auf Ihre (gerne auch technischen) Fragen ein.

Am Webinar teilnehmen

Generelle Informationen: Am ehesten eignen sich die Browser Chrome oder Edge für die Teilnahme an dem Webinar. Browser von Linux oder Apple werden von Teams bisher nicht unterstützt, Chrome kann allerdings auf allen Betriebssystemen installiert werden (hier installieren). Die Teilnehmer gelangen zunächst in einen Warteraum und werden pünktlich vom Team zum Webinar eingelassen.

Offener Brief an Frau Ministerin Dr. Susanne Eisenmann: Corona ist leider nicht weg – und unser Wunsch nach Transparenz und Zusammenarbeit auch nicht!

Corona ist leider nicht weg – und unser Wunsch nach Transparenz und Zusammenarbeit auch nicht!

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Eisenmann,

auch wenn Sie in den letzten Wochen versucht haben, der Öffentlichkeit und uns bei unseren unzähligen offenen Briefen ein anderes Bild zu vermitteln:
Bei aller Diversität der Elternschaft in dieser nie dagewesenen Krise eint uns die Tatsache, dass wir mit Ihrem Krisenmanagement unzufrieden sind.

Aus diesem Grund haben sich die Elternvertreter aus allen Teilen des Landes Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um Ihnen erneut und vereint einen Brief zu schreiben.

Am 26.5.2020 haben Sie veröffentlicht, dass die Kitas und Grundschulen bis spätestens Ende Juni geöffnet werden sollen und dass nun zügig mit den Kommunen und Trägern ein Rechtsrahmen erarbeitet werden soll. Erste Reaktionen des Gemeindetages, der GEW und verdi zeigen bereits, dass diese Ankündigung eine Vielzahl an organisatorischen Fragestellungen aufwirft.

Auch wir stellen uns die Frage, was dies nun konkret für unsere Kinder und Familien bedeutet.

Durch die Erfahrungen der Vergangenheit haben wir daher einen dringenden Wunsch: Nutzen Sie die Chance und machen es dieses Mal besser!

Holen Sie alle Beteiligten an einen Tisch, um frühzeitig die weiteren Schritte zu fixieren. Nicht nur bei den Grundschulen, sondern bei allen Bildungsformen stellt sich die Frage, wie die Rückkehr zum Regelbetrieb verantwortungsvoll gestaltet und ein Höchstmaß an Präsenz sichergestellt werden können, und was diese Rückkehr in effektiven Stunden bedeutet.

Zudem sind wir daran interessiert zu erfahren, wie Sie Ihr Versprechen der von Ihnen angekündigten Sommerschule und der Förderangebote in den Sommerferien sicherstellen möchten. Denn Kinder haben ein Recht auf Bildung und auf Schutz. Und Familien benötigen Perspektiven!

Zudem gibt es den Bedarf für Konzepte zu einer systematischen Digitalisierung für den Fall, dass Einrichtungen wieder geschlossen werden müssen.

Eine gute Bildung ist ein unschätzbarer Wert für persönlichen Lebensweg und unsere Gesellschaft – aber dazu muss Bildung auch ermöglicht werden.
Geben Sie den Bedürfnissen der Kinder und der Elternschaft in der Politik mehr Raum.

Binden Sie daher von unserer Seite den LEB als unser gewähltes Gremium und als Experten für die Bedürfnisse der Eltern und Familien ein.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Mit freundlichen Grüßen

GEB² Mannheim – Thorsten Papendick
STEB Mannheim – Lorenz Losmann
Elterninitiative Mannheim – Jetzt an die Kinder denken! – Sarah Kinzebach
GEB Schule Karlsruhe – Jörg Rupp und Peer Giemsch
GEB Konstanz – Johanna Vogt und Petra Rietzler
GEB Ludwigsburg Schulen – Christina Bechmann und Erika Macan
GEB Sinsheim – Jeannette Tremmel
GEB Heilbronn – Christoph Eberlein und Regina Bavatir-Eckert
GEB Ettlingen – Seher Conzen und Michael Scherf
GEB Schule Lörrach – Sabrina Hauber
GEB Schule Heidelberg – Andrea Dittmar
GEB Stuttgarter Schulen – Manja Reinholdt
GEB Freiburger Schulen – Bettina Knapp und Anja Gössel
GEB Singen – Marc F. Neininger
GEB der Schulen Villingen Schwenningen – Tino Berthold
Elternnetzwerk im Verein für Gemeinschaftsschulen BW e.V. – Dr. Ulrike Felger
Arbeitskreis Sonderschulen Rhein Neckar e.V – Petra Vecchio
EB des Ev. Montessori Schulhaus Freiburg – Vorsitzgruppe Oliver Dorgerloh, Gaby Hönig und Marcus
Schäfer

21. Mai 2020 UPDATE zu unserem offenen Brief an Frau Ministerin Dr. Susanne Eisenmann: Corona-Pandemie – Hilferuf der Eltern

Wir haben bis heute keine Antwort von Frau Dr. Eisenmann erhalten.

Sie ignoriert weiterhin die Sorgen vieler Eltern und beschimpft uns öffentlich im Landtag.

Wir sind die froh, dass die „verlorenen“ Kinder, die seit über 8 Wochen keinen Kontakt mehr mit der Schule hatten, seit Montag endlich wieder in Notgruppen 2 Stunden am Tag Unterricht erhalten

Und wir Eltern haben endlich einen Plan erhalten für die Zeit bis zu den Sommerferien.

10 Stunden Unterricht in der Schule alle 2 Wochen in Verbindung mit „Fernlernangeboten“ (hat Frau Dr. Eisenmann diesen Begriff in Ihrem Schreiben an die Eltern mit Absicht gewählt?) empfinden viele Eltern als einen Schlag ins Gesicht.

Eine Vereinbarung von Schule / Betreuung und Beruf ist damit unmöglich.

Und die Schulen sollen mit digitalen Endgeräten, mit Internetzugang zum Verleihen an bedürftige Schüler*innen ausgestattet werden. Einer Antwort, bis wann, bleibt Sie aber schuldig.

Wo bleibt das landesweite Konzept für Heimunterricht mit einheitliche Lernmittel auf einer funktionierenden, digitalen Plattform? In diesem Zusammenhang: Was macht eigentlich das Landesmedienzentrum?

Liebe Eltern, wir bedanken uns für Ihre zahlreichen Nachrichten. Wir haben auch die wenigen kritischen Mails mit Interesse zur Kenntnis genommen (ignorieren aber Beleidigungen und Drohungen).

Wir nehmen Ihre Sorgen und Ängste wahr und bereiten aktuell eine landesweite Initiative vor.

Wir setzen uns gemeinsam ein für das Wohl unserer Kinder und die Bedürfnisse der Eltern.

Mit hoffnungsvollen Grüßen
Gesamtelternbeirat² der Stadt Mannheim

Frau Eisenmann teilt aus (Teil 2) ?

Natürlich bekomme sie derzeit Briefe von Eltern – in freundlichem, aber auch in unverschämtem Ton, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch im Stuttgarter Landtag.

Eisenmann verteidigte sich: „In Krisenzeiten suchen die Intelligenten nach Lösungen, die weniger Intelligenten nach Schuldigen.“

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/eisenmann-erntet-kritik-und-wirbt-um-geduld-100.html

Frau Eisenmann teilt aus (Teil 1) ?

Der Landeselternbeirat (LEB), die örtlichen Gremien der Elternvertreter und die Eltern selbst mit Mails und Anrufen machen mächtig Druck auf das Kultusministerium. Die Vorwürfe sind massiv. Eltern seien einerseits derzeit eingespannt und andererseits „ausgebootet“. Die Liste, erhoben in den beiden jüngsten Elternbriefen des Gremiums, zuletzt vom vergangenen Freitag, ist lang. Der LEB-Vorsitzende Carsten Rees beklagt zudem ein „Kommunikationsdesaster“, dem LEB würden keine konkreten Informationen zur Verfügung gestellt, die Fragen der Eltern nicht beantwortet

Das Kultusministerium dagegen weist die Vorwürfe als haltlos zurück und vermutet Profilierungsversuche des LEB-Vorsitzenden Carsten Rees dahinter.

Das Kultusministerium dagegen weist die Vorwürfe und Forderungen zurück. „Auch Herrn Rees ist hoffentlich nicht entgangen, dass das Corona-Virus noch nicht verschwunden ist und in Deutschland nach wie vor Kontaktbeschränkungen gelten“, sagt eine Sprecherin des Ministeriums. Sie zeichnet ein anderes Stimmungsbild: „Wir bezweifeln, dass der Elternbrief die Meinung der Eltern im Land wiedergibt. Er ist angesichts der aktuellen Lage wenig hilfreich, sondern hochgradig unseriös.“

https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/eingespannt-und-ausgebootet-elternvertreter-machen-druck-aufs-kultusministerium-und-bekommen-kontra;art417930,10518383?utm_medium=Social&wt_mc=facebook.skwww.suedkurier.echobox&utm_source=Facebook#Echobox=1589877582

Fahrplan für weitere Öffnung des Schul- und Kitabetriebs

Ministerin Dr. Susanne Eisenmann: „Nach den Pfingstferien werden alle Schülerinnen und Schüler in einem rollierenden System Präsenzunterricht erhalten.“

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat heute einen Fahrplan für die weitere Öffnung des Schul- und Kitabetriebs in Baden-Württemberg vorgestellt. „Die Eltern fordern zu Recht, dass wir den Schulbetrieb weiter öffnen und auch den Kitas eine greifbare Perspektive für einen Betrieb über die erweiterte Notbetreuung hinaus geben. Mir ist deshalb wichtig, so frühzeitig wie möglich über unsere Planungen zu informieren“, betont die Ministerin und fügt an: „Wir wollen die Schulen und Kitas zügig, aber schrittweise und besonnen öffnen. Das Corona-Virus ist immer noch da, weshalb wir bei allen Schritten viele Faktoren berücksichtigen und durch hohe Infektionsschutzstandards ein Aufflammen der Pandemie verhindern müssen. Vorschnell irgendwelche Erwartungen zu wecken, die nachher nicht erfüllt werden können, hilft niemandem. Auch nach der nun anstehenden schrittweisen Rückkehr an die Schulen und Kitas werden es keine Normalbedingungen wie vor der Corona-Krise sein.“

Solange die aktuellen Abstandsregeln gelten, könne deshalb in allen Einrichtungen immer jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Kindern und Jugendlichen unterrichtet oder betreut werden. Erst wenn die Abstandsregeln grundsätzlich aufgehoben werden, sei eine Rückkehr zu einem regulären und vollumfänglichen Schul- und Kitabetrieb möglich. Als weiteren Schritt hin zu mehr Normalität begrüßt Ministerin Eisenmann, dass von heute an auch landesweit wieder die Spielplätze geöffnet haben: „Das ist für viele Kinder und Familien sehr wichtig. In den vergangenen Wochen kamen leider viele kindliche Bedürfnissen zu kurz. Das gemeinsame Spielen und der Austausch mit anderen Kindern ist aber wichtig für ihre Entwicklung und damit auch für ihre Gesundheit.“

Seit 4. Mai 2020 findet unter strengen Vorgaben des Infektionsschutzes der Schulbetrieb in Baden-Württemberg wieder statt – für die Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen, die in diesem und im nächsten Jahr ihre Abschlussprüfungen ablegen, sowie für die Schüler der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen. Eine Woche zuvor (seit 27. April 2020) hat Baden-Württemberg als eines der ersten Bundesländer überhaupt die Notbetreuung deutlich ausgeweitet, um mehr Eltern entlasten zu können. Auch Kindertagespflegepersonen können seither bis zu fünf Kinder von Eltern oder Alleinerziehenden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten oder nachweislich präsenzpflichtig außerhalb der Wohnung tätig sind, betreuen. In der erweiterten Notbetreuung in den Kitas sowie in den Schulen bis Klasse 7 sind inzwischen durchschnittlich etwa zehn Prozent der Kinder. In den Kitas sind es in Einzelfällen derzeit bereits bis zu 25 Prozent der Kinder. Für einen Vergleich: Zuvor, also bis zum 27. April, waren durchschnittlich nur etwa drei Prozent der Kinder in der Notbetreuung, in der Notbetreuung an den Schulen waren es teilweise sogar nur einzelne Kinder.

Viertklässler sollen am 18. Mai starten Der neue Fahrplan sieht vor, dass die Grundschulen im Land ab 18. Mai 2020 wieder in den Präsenzunterricht einsteigen. „Wir beginnen hier bewusst mit den Viertklässlern, um sie auf den Übergang in die weiterführende Schule vorzubereiten. So haben wir das auch innerhalb der Kultusministerkonferenz vereinbart“, erläutert Eisenmann. Der Unterricht soll sich dabei auf die Kernfächer konzentrieren, es wird ein reduziertes Angebot sein. Außerdem wird die Klassengröße halbiert, um dem Abstandsgebot Rechnung tragen zu können. „Wir gehen von zwei bis drei Unterrichtsstunden am Tag aus. Für die konkrete Gestaltung wollen wir den Grundschulen aber Spielräume lassen, damit sie auf die konkreten Bedürfnisse vor Ort Rücksicht nehmen und flexibel reagieren können – zum Beispiel, was die personelle Planung betrifft. Denn es gibt auch Lehrkräfte, die selbst zur Risikogruppe gehören“, sagt die Ministerin und ergänzt: „Unsere Befragungen deuten bislang darauf hin, dass im landesweiten Durchschnitt rund 70 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer für den Unterricht vor Ort zur Verfügung stehen. Das kann aber im konkreten Einzelfall von Schule zu Schule schwanken, gerade die kleinen Grundschulen müssen wir hierbei im Auge haben.“

Kitas: Schrittweise Ausweitung in Richtung eines reduzierten Regelbetriebs „Unser Plan sieht vor, dass wir ebenfalls ab dem 18. Mai die Betreuung an den Kitas in Richtung eines reduzierten Regelbetriebs in Absprache mit den Trägern schrittweise auf bis zu 50 Prozent der Kinder ausweiten. So können die Abstandsgebote mit halben Gruppengrößen gewahrt, Eltern aber weiter entlastet und den Kindern ein Stück Normalität zurückgegeben werden“, sagt Ministerin Eisenmann und ergänzt: „Von den Trägern der Kitas haben wir die Rückmeldung, dass an den Einrichtungen nicht so viel Personal zur Verfügung steht wie an den Schulen. Die Risikogruppe unter den Erzieherinnen und Erziehern scheint größer zu sein. Deshalb wollen wir den Trägern Spielräume vor Ort lassen, dass sie im Rahmen ihrer räumlichen und personellen Kapazitäten individuelle Lösungen finden können – zum Beispiel durch ein rollierendes System, das ermöglicht, dass Kinder in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen können.“

Nächster Schritt: alle Schüler erhalten Präsenzunterricht Nach den Pfingstferien sollen alle Schülerinnen und Schüler in einem rollierenden System Präsenzunterricht bekommen, der mit den Fernlernangeboten verzahnt werden soll. Dafür stehen bis zu den Sommerferien sechs Wochen zur Verfügung, die erweiterte Notbetreuung läuft daneben weiter. Darüber hinaus richten die Schulen für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, die in den vergangenen Wochen weder digital noch analog erreicht wurden, Lerngruppen an den Schulen ein. Mit diesen Förderangeboten soll den Schülern ermöglicht werden, den Stoff aufzuholen, zu wiederholen und zu vertiefen, damit sie Anschluss halten können. In den Sommerferien wird das Kultusministerium zudem freiwillige Lern- und Förderangebote anbieten – und damit Schülerinnen und Schülern, die sich unsicher fühlen und mehr üben möchten, die Möglichkeit geben, Lerninhalte zu wiederholen, zu vertiefen und gezielt an Lernschwierigkeiten zu arbeiten.

Grundschulen „Nach den Pfingstferien, also ab dem 15. Juni, werden wir den Präsenzunterricht an den Grundschulen rollierend anbieten, um alle Klassenstufen und alle Kinder zu erreichen“, sagt Ministerin Eisenmann. Das rollierende System sieht so aus, dass die Kinder im wöchentlichen Wechsel an die Schule kommen – eine Woche die Erst- und Drittklässler, eine Woche die Zweit- und Viertklässler. Der Turnus ist: immer eine Woche Unterricht an der Schule und dann wieder eine Woche Fernlernen von Zuhause aus. Damit ist nach den Pfingstferien immer die Hälfte der Grundschüler an der Schule. Hinzu kommen die Kinder der Notbetreuung, soweit sie nicht zu den Klassenstufen zählen, die Präsenzunterricht haben. „Wir wissen, dass wir die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen zuletzt mit Fernlernangeboten schwerer erreicht haben als die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen. Deshalb ist es wichtig, die drei Wochen pro Klassenstufe nach Pfingsten im Präsenzunterricht zu nutzen, um den Lernstand abzugleichen und Inhalte zu vermitteln und zu vertiefen“, so Ministerin Eisenmann. Der Schwerpunkt liege auf Deutsch, Mathe und Sachunterricht – Noten und Klassenarbeiten seien zweitrangig.

Gymnasien, Realschulen, Haupt- und Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen Auch an den Gymnasien, Realschulen, Haupt- und Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen werden die Klassenstufen nach den Pfingstferien rollierend unterrichtet, um alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Eine Ausnahme gilt für die Jahrgänge, die bereits am 4. Mai gestartet sind und in diesem oder im nächsten Jahr vor dem Abschluss stehen. Sie bleiben dauerhaft in der Präsenz. „Wir reden nicht von einem regulären Schulbetrieb wie vor der Corona-Pandemie. Das heißt, dass es jetzt nicht darum gehen darf, noch möglichst viele schriftliche Arbeiten nachzuholen“, betont Eisenmann.

Für das rollierende System sieht das Kultusministerium folgenden Rhythmus vor: In den sechs Schulwochen, die noch anstehen, sollen im wöchentlichen Wechsel die Klassen 5/6, 7/8 aller Schularten und 9/10 am Gymnasium in Präsenzphasen an den Schulen einbezogen werden. So haben alle Schülerinnen und Schüler bis Schuljahresende noch mindestens zwei Schulwochen Präsenzunterricht an der Schule. An den Haupt- und Werkrealschulen sowie an den Gemeinschaftsschulen gibt es zudem Spielraum für die Förderung der Schüler auf G-Niveau. Zusätzlich richten die Schulen gezielte Lerngruppen vor Ort für Schülerinnen und Schüler ein, die mit den Fernlernangeboten gar nicht oder nicht gut erreicht werden konnten. Damit sind an den weiterführenden Schulen nach den Pfingstferien immer mindestens 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler an der Schule – bei halben Gruppengrößen und Konzentration des Unterrichts auf die Kernfächer. Die erweiterte Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 bis 7 wird aufrechterhalten. Der Präsenzunterricht wechselt sich mit Fernlernangeboten ab, um Fragen zu klären, das Erlernte abzugleichen und Inhalte zu vertiefen.

Berufliche Schulen Auch an den beruflichen Vollzeitschulen, den beruflichen Gymnasien, den Berufskollegs und den Berufsfachschulen sollen nach den Pfingstferien alle Schülerinnen und Schüler in regelmäßigen Abständen im Präsenzunterricht einbezogen werden. Die Jahrgangsstufe 1 der beruflichen Gymnasien, also der Klassenstufe 12, soll dabei besonders einbezogen werden, da diese Schülerinnen und Schüler im nächsten Jahr die Abiturprüfung absolvieren. Für die duale Berufsausbildung gilt, dass die Berufsschule in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben nach Pfingsten in regelmäßigen Abständen besucht wird. Auch an den beruflichen Schulen werden voraussichtlich nach den Pfingstferien immer rund 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler bei kleineren Gruppen an der Schule sein. Die Details zur Ausweitung des Schulbetriebs an den beruflichen Schulen müssen noch ausgearbeitet werden. Eine besondere Herausforderung ist dabei, dass sich nach den Pfingstferien bereits sehr viele Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an den beruflichen Schulen befinden.

Das Kultusministerium wird alle Schulen im Land direkt, zeitnah und umfassend über diesen Fahrplan und die begleitenden Regeln informieren. Auch die Kindertageseinrichtungen und Kita-Träger werden selbstverständlich direkt informiert, hierzu müssen jedoch zunächst Abstimmungen mit den kommunalen Landesverbänden erfolgen.

MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT
PRESSEMITTEILUNG Nr. 48/2020 vom 6. Mai 2020