Lockerungsperspektiven für Schulen bei niedriger Inzidenz

Ge­samt­eltern­bei­räte für Locke­rungs­pers­pek­tiven bei Schu­len

Die Landesregierung spricht über Lockerungen in Gastronomie und Hotellerie zu Pfingsten – die Schulen bleiben inzidenzunabhängig im Wechselbetrieb. Gemeinsam fordern daher 15 Gesamtelternbeiräte im Land nun klare Lockerungsperspektiven bei Schulen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Alle haben Lockerungsregelungen – Schulen nicht

Diese fehlende Perspektive für Schüler:innen, Eltern und Lehrer:innen prangert die gemeinsame Erklärung an. Der Text verweist auf die Ungleihbehandlung zwischen Schulen einerseits und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens andererseits. Während jede:r Ladenbesitzer:in weiß, was bei fallenden Inzidenzen ab wann und in welchem Rahmen möglich ist, sind die Schulen im Ländle im Wechselbetrieb. Offiziell gelten zwar lediglich Abstandsgebote; aber die Schulen, die räumlich und personell so ausgestattet sind, dass mit Abstand Regelbetrieb gehalten werden kann, sind rar.

Kern der Forderung

Die Elternvertreter:innen fordern eine Rückkehr zum „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“, wie er zu Beginn des Schuljahres herrschte – unter Beibehaltung der Masken- und Testpflicht und erst, sobald in Stadt- und Landkreisen die Inzidenzgrenze stabil unter 50 liegt.

Keine unvorsichtige Öffnung

Wichtig ist den Unterzeichnenden dabei, dass der Gesundheitsschutz nicht gegen das Recht auf Bildung ausgespielt wird. Beide sind gleichermaßen wichtig. Die im schulischen Raum jedoch zwischenzeitlich herrschenden Schutzmaßnahmen angesichts der Pandemie müssen Berücksichtigung finden bei der Planung von Öffnungsschritten. Ein Impfangebot für die Beschäftigten (hier war Baden-Württemberg in Deutschland Vorreiter) und die zweimal wöchentliche Reihen-Testung müssen in die Waagschale geworfen werden, wenn die Infektionsgefahr an Schulen eingeschätzt wird. Die Auswerung der bisher an Schulen erfolgten Screenings mit Schnell-Tests müssen ebenfalls analysiert und berücksichtigt werden.

Gleiche Lastenverteilung

Angesichts dieser sehr viel umsichtigeren Maßnahmen ist es nur noch schwer vermittelbar, warum in vielen Bereichen über Lockerungen nachgedacht wird, während ohne Lockerungsprespektiven bei Schulen alle ein wenig im Dunklen gehalten werden.

Breite Unterstützung

Die Pressemitteilung wird von den folgenden Gesamtelternbeiräten Baden-Württembergs gemeinsam herausgegeben:

Pressemitteilung im Wortlaut

Lockerungs-Perspektiven für Schulen bei niedriger Inzidenz

Stuttgart, 5. Mai 2021 – Mit Schreiben vom 3. Mai 2021 informierte das Kultusministerium über das Vorgehen in Stadt- und Landkreisen, die bei sinkender Inzidenz unter den Wert von 165 fallen. Dieser ist in der „Bundesnotbremse“ als Schallmauer für Schulschließungen festgelegt worden und gilt bidirektional für den Übergang zum Fernunterricht bzw. zurück zum Wechselunterricht.

Die aktuell sinkenden Inzidenzen machen es erforderlich, auch Stadt- und Landkreisen mit tieferliegenden Inzidenzen klare Richtlinien für Lockerungen im Schulbetrieb an die Hand zu geben. Baden- Württemberg hatte Wechselunterricht inzidenzunabhängig bereits vor Inkrafttreten der Bundesnotbremse festgelegt. Diese Vorsichtsmaßnahme angesichts hoher Inzidenzen war damals sinnvoll. Ein vollständig von der Inzidenz abgekoppeltes Beibehalten diese Vorsichtsmaßnahme ist jedoch nicht zielführend.

Der Einzelhandel hat klare Maßgaben, was oberhalb bzw. unterhalb der Inzidenzgrenzen 100 und 50 gilt. Auch für Schulen und deren Akteure muss es solche klaren Perspektivregeln geben. Als Elternverbände fordern wir hier keine blinden, potentiell gesundheitsgefährdenden Vollöffnungen. Allerdings ist dringend geboten, die in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bereichen vorbildlichen Maßnahmen im Schulbereich zu berücksichtigen:

  • Maskenpflicht im Innenbereich
  • Seit Monaten bestehendes Impfangebot für Beschäftigte
  • Testpflicht mit zwei Reihen-Tests pro Woche

sind Vorkehrungen, die bei den Überlegungen für Lockerungsperspektiven nicht unbeachtet bleiben dürfen. Ganz abgesehen von den Bildungsdefiziten sowie sozialen und psychologischen Problemen, die durch fehlenden Schulbetrieb bereits bestehen und sich zu verschärfen drohen.

Wir fordern daher bei Beibehaltung der Masken- und Testpflicht eine Rückkehr zum „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“, wie er zu Beginn des Schuljahres herrschte, sobald in Stadt- und Landkreisen die Inzidenzgrenze stabil unter 50 liegt.

Kinder dürfen nicht weiterhin die größte und am längsten andauernde Last tragen!

Aufbruch Bildung – offener Brief an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmannn und die / den zukünftige:n Kultusminister:in

Mannheim, 30. April 2021

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,

seit über einem Jahr werden die Schüler:innen des Landes Baden-Württemberg unter den Bedingungen eines Ausnahmezustands beschult. Die vergangenen Monate haben die Defizite im Bildungssystem einer der reichsten Nationen dieses Planeten deutlich gezeigt.

Fernunterricht braucht für alle Schularten

  • eine existierende und funktionierende digitale Infrastruktur in den Schulen, sowie bei den Lehrkräften und Familien zu Hause
  • eine verbindliche, einheitliche und datenschutzkonforme Lernplattform
  • Lehrkräfte, die willens und imstande sind, digitale Medien als Instrument der Wissensvermittlung in ihrem Fernunterricht methodisch sinnvoll und altersgerecht einzusetzen
  • verpflichtende Teilnahme an Weiterbildungsangeboten für die Lehrer:innen zum pädagogischen Einsatz von digitalen Lernmitteln
  • die Verlässlichkeit, dass die Inhalte des Bildungsplans thematisch übereinstimmend in allen Klassen einer Stufe unterrichtet werden
  • ein funktionierendes Kommunikationsnetzwerk zwischen Schulen und Elternhaus

Was erleben wir stattdessen?

  • ein Hin- und Herschieben von Verantwortung zwischen Land und Schulträger
  • ungleiche Bedingungen
    • hinsichtlich der digitalen Ausstattung (in Schulen, für Lehrkräfte und Familien)
    • hinsichtlich des Engagements der Lehrkräfte
  • Herumprobieren mit unterschiedlichen Tools für den Fernunterricht (Moodle, Sdui, Schul.Cloud, BigBlueButton, Microsoft Teams, WebEx, etc.)

Bisher unbeantwortet ist die drängende Frage: „Welchen Einfluss haben wochen-, monatelange Schulschließungen und Distanzunterricht auf die Lernleistungen?

Prof. Klaus Zierer von der Universität Augsburg hat aktuell Ergebnisse einer Meta-Analyse von Daten aus den Niederlanden, der Schweiz und den USA von März bis Mai 2020 vorgelegt. Untersucht wurden die Lernleistungen in Mathematik und der Muttersprache (Lesen, Rechtschreiben und Grammatik) in der Primarstufe. Bundesdeutsche Daten standen auf Grund des föderalen Bildungssystems nicht zur Verfügung. „In allen untersuchten Ländern haben die Schulschließungen mit Distanzunterricht zu einem negativen Effekt auf Seiten der Lernenden geführt. Der Rückgang der Lernleistungen entspricht durchschnittlich und hochgerechnet auf ein Schuljahr etwa dem Verlust eines halben Schuljahres. Er ist damit größer als die Dauer des Lockdowns selbst, weil sich die eingefangenen Lernrückstände im Lauf des Schuljahres aufgrund fehlender pädagogischer Unterstützungsmaßnahmen noch weiter verstärkten. Bei der mathematischen Kompetenz ist er ebenso feststellbar wie bei der muttersprachlichen Kompetenz und er trifft alle Lernenden – unabhängig von Alter, Geschlecht und Leistungsstand. Bemerkenswert ist, dass die negativen Auswirkungen in bildungsfernen Milieus noch stärker sind und je nach Bildungsungleichheit sogar bis zum doppelten Maß reichen können. Am meisten betroffen sind ethnische Minderheiten, sowie einkommensschwache Familien. Die Corona-Pandemie wird dadurch im Bildungsbereich zu einem Treiber von Bildungsungerechtigkeit.“ (vgl. Süddeutsche Zeitung, 15.03.2021)

Britta Ernst, die amtierende Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, will laut aktuellem FOCUS (Seite 64) „pandemiebedingten Lernrückstände (eine) hohe Priorität“ einräumen. Was darunter konkret zu verstehen ist, verrät sie nicht.

Wir Eltern wollen wissen, wo unsere Kinder stehen und fordern von der / dem zukünftigte:n Kultusminster:in sofort nach Amtsantritt

  • eine genaue Erhebung der Lernleistungen aller Baden-Württembergischen Schüler:innen (zum Beispiel mit den bereits zur Verfügung stehenden Instrumenten wie VERA);
  • ein schlüssiges Konzept zur Aufarbeitung der Lernrückstände unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Kinder keine Lernmaschinen sind. Für Lernbrücken oder Sommerferien-Angebote brauchen die Kinder einen Anreiz, eine Motivation. Wissensvermittlung in den Ferien muss ihnen Spaß machen, ansonsten hat das beste Angebot überhaupt keinen Sinn;
  • sofortiges Angebot von Schulsozialarbeit an allen Schulen. Viele Kinder leiden unter der Isolation, unter beengten Wohnverhältnissen, erleben häusliche Gewalt;
  • eine gemeinsame Kommunikationsplattform von Schule und Elternhaus, auch in Form eines niederschwelligen Angebots in einfachen und verständlichen Sprachen. Sie wissen sicherlich, dass im Augenblick unzählige ehrenamtliche Elternvertreter:innen Informationen aus Ihrem Haus an die Eltern der Schulen verteilen. Sie benutzen dazu private Endgeräte, E-Mail-Konten und Internetverbindungen. Ohne diese kurzen, unbürokratischen, privaten Wege kämen Informationen aus Ihrem Haus niemals von Freitagnachmittag bis Sonntagabend bei den Familien an.

Sehr geehrte (zukünftige) Frau Kultusministerin,
sehr geehrter (zukünftiger) Herr Kultusminister,

wir wünschen uns von Ihnen mehr Gehör und Transparenz.

Im Augenblick ist das Kultusministerium für die allermeisten von uns ein Elfenbeinturm ohne Türen und Fenster. Die Schüler:innen aber sind unsere Kinder. Wir wollen sie einem Bildungssystem anvertrauen können, dass ihnen allen eine gute Ausbildung garantiert.

Die Bildung ist der wesentliche Baustein auf dem Weg hin zu einer besseren Gesellschaft, mit ökologischer Verantwortung, individueller Selbstbestimmung, umfassender Gerechtigkeit und lebendiger Demokratie.

Wir räumen Ihnen einen Vertrauensvorschuss ein und freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Gesamtelternbeirat² der Stadt Mannheim

gez. Thorsten Papendickgez. Nadine Sabra

Unterstützung: Initiative Grundschulunterricht, jetzt!

Grundschulunterricht, jetzt!

Liebe Eltern,

die Initiative „Grundschulunterricht, jetzt!“ hat gestern Ihre Forderungen an das Kultusministerium, das Regierungspräsidium, das staatliche Schulamt und die Stadt Mannheim gestellt.

Darüber hinaus haben wir gestern eine Petition gestartet, um der Initiative und den Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen.

Jetzt kommt es auf Sie und jeden Einzelnen an!

Bitte unterschreiben und an alle Freunde und Bekannten weiterleiten: Initiative Grundschulunterricht, jetzt! in Baden-Württemberg:
https://www.openpetition.de/petition/online/grundschulunterricht-jetzt

Gemeinsam erreichen wir die 21.000 Unterschriften!

Im Zusammenhang mit dieser Initiative möchten wir nochmal auf unsere Hilfsaktion „Ein Kind. Ein Tablet. Eine Chance.“ hinweisen. Laut einer aktuellen Erhebung fehlen in Mannheim noch mindestens 3.000 Tablets / Laptops, für die keine finanziellen Mittel vom Bund, vom Land oder von der Stadt Mannheim zur Verfügung stehen. Insbesondere auch die Grundschulen sind davon betroffen.

Lassen Sie es bitte nicht zu, dass das Kultusministerium, das Regierungspräsidium oder das staatliche Schulamt mit diesem Argument das Recht auf digitale Bildung an Grundschulen verweigert.

Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Kinder, die keinen Zugang zum digitalen Lernen haben.

Sie können diese Hilfsaktion auch unterstützen mit einer Überweisung an den Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim,

IBAN DE79100333002626459201, bei der Santander Bank

oder gebührenfrei („Geld an einen Freund senden“) per PayPal an chance@geb-mannheim.de

Bitte verwenden Sie als Vermerk bzw. Mitteilung „Ein Kind. Ein Tablet. Eine Chance.“.

Selbstverständlich können Sie auch mit einer Überweisung (Vermerk „GEB Mannheim“) an den Gesamtelternbeirat Mannheim oder per PayPal an spende@geb-mannheim.de unsere Arbeit unterstützen.

Warum wir auf Ihrer finanzielle Unterstützung angewiesen sind? Informationen dazu finden Sie u.a. hier und hier.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung.

Initiative Grundschulunterricht, jetzt!

EIN KIND. EIN TABLET. EINE CHANCE. – helfen Sie bitte mit!

https://www.openpetition.de/petition/online/grundschulunterricht-jetzt

Mannheim, 26. April 2021

An das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport,
das Regierungspräsidium Karlsruhe – Referat 74,
das staatliche Schulamt Mannheim und
die Stadt Mannheim – Dezernat III

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Eisenmann,
sehr geehrte Frau Wolf,
sehr geehrter Herr Weik,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Grunert,

seit Beginn der Pandemie haben Grundschüler*innen durch Schulschließung, Quarantäne oder Wechselunterricht viele Schultage zu Hause mit der Bearbeitung von Lernpaketen verbracht. Die Ausnahme der Grundschulen von dem mit Qualitätsstandards beschriebenen Fernunterricht hat gravierende Unterschiede in der Betreuung der Kinder stadtweit und landesweit verursacht.

Im Mittel sehen unsere Kinder ihre*n Klassenlehrer*in einmal die Woche in einer kurzen Konferenz. Einige haben keinen Kontakt und wenige mehrmals täglich. Von einer gerechten „Beschulung“ in einheitlicher Qualität sind wir noch weit entfernt.

Diese Ungleichheit verursacht Frustration, Lernlücken und ein Abhängen lernschwacher Kinder, die gar nicht mehr erreicht werden. Zudem sind Eltern keine pädagogischen Fachkräfte, ihnen fehlt entsprechendes Begleitmaterial und oft ausreichend Zeit.

In Anbetracht weiterer Einschränkungen durch die Pandemie gilt es für uns umgehend zu handeln. Anstatt dem „Lücken schließen in den Ferien“ muss das „Vermeiden von Lücken“ ab sofort für alle Grundschulkinder mit voller Unterstützung des Landes, der Stadt und der Schulen umgesetzt werden.

Unsere Kernforderung an Sie lautet:

„An jedem Schultag verbindlicher Unterricht durch eine*n Lehrer*in – zu Hause oder in Präsenz!“

Darüber hinaus fordern wir:

I. Fernunterricht auch an Grundschulen unter Beachtung der Qualitätsstandards des Kultusministeriums „Grundsätze für den Fernunterricht im Schuljahr 2020/2021“. Angepasst auf die besonderen Belange von Grundschüler*innen.

II. Umfassende Unterstützung der Schulen durch Personal für Notbetreuungen, z.B. Erzieher*innen, Lehramtsstudierende und andere geeignete Personen. Lehrer*innen müssen ausreichend Zeit für (Fern-) Unterricht haben und zu Themen wie „digitalem Unterricht“ fortgebildet werden.

III. Schulen, die keinen oder unzureichenden Internetzugang haben, müssen ggf. auch provisorisch besser ausgestattet werden. Lehrer*innen müssen umgehend mit notwendigem Arbeitsmaterial (z.B. Laptop) ausgestattet werden.

Die Initiative „Grundschulunterricht, jetzt!“ wird von einer breiten Mehrheit Mannheimer Eltern und Elternvertreter:innen getragen und unterstützt.

Mit freundlichen Grüßen 

Schulen und Kitas voraussichtlich ab Montag geschlossen

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Gestern hat der Bundestag und heute der Bundesrat das vierte Bevölkerungsschutzgesetz beschlossen (https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw16-de-infektionsschutzgesetz-834802).

Demnach müssen Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, außerschulische Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnliche Einrichtungen ab einem Inzidenzwert von über 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Präsenzunterricht am übernächsten Tag einstellen. Der ursprüngliche Koalitionsentwurf hatte noch einen Schwellenwert von 200 vorgesehen, der Bundestag reduzierte den Wert auf 165. Ausnahmen sind für Abschlussklassen und Förderschulen möglich.

Nach derzeitiger Einschätzung ist damit zu rechnen, dass das Gesetz am Samstag in Kraft treten könnte. Sofern die Inzidenz in der Stadt Mannheim dann bereits seit mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen über 165 lag, wären somit ab kommenden Montag, 26. April, die Schulen zu schließen bzw. sie müssten in Fernlernunterricht wechseln.

Gleiches wird voraussichtlich für die Kindertageseinrichtungen (Krippe, Kindergarten und Horte), Kindertagespflege sowie die Schulkindbetreuung gelten.

Nach derzeitigem Stand ist allerdings wieder eine Notbetreuung möglich, deren Kriterien noch auszugestalten sind. Hierbei ist von einer Orientierung an den bisher bekannten Kriterien auszugehen.

Sobald detaillierte Informationen zu den Bundes- und Landesregelungen und deren Umsetzung vor Ort vorliegen, wird die Stadt die Eltern, Träger und Einrichtungen hierüber informieren.

Testpflicht ab einer Inzidenz von 100

Land informiert ausführlich über die Teststrategie nach den Osterferien / Mannheimer Gesamtelternbeirat „positiv überrascht“

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Mannheim. Ab kommendem Montag nur Notbetreuung und freiwillige Tests von Schülerinnen und Schülern – eine Woche später dann Wechselunterricht und Testpflicht: Der grobe Rahmen für den Schulstart nach den Osterferien ist seit wenigen Tagen bekannt. Am Donnerstag veröffentlichte das baden-württembergische Kultusministerium dazu auf seiner Webseite eine 13-seitige Handreichung mit einer Fülle von Details. Die Schulen waren bereits tags zuvor informiert worden. Demnach gilt die Testpflicht zwei Mal wöchentlich ab 19. April nur dann, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt.

In Mannheim dürfte das der Fall sein. Zwar ist der Wert nach den Zahlen der Stadt zwischen Samstag (179,0) und Mittwoch (127,1) deutlich gesunken. Am Donnerstag jedoch kamen 89 weitere Infektionen hinzu, die Inzidenz stieg dadurch wieder leicht auf 132. Für die nächsten Tage zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab.

Auch hinter der Rückkehr zum Wechselunterricht eine Woche nach dem Ferienende steht noch ein Fragezeichen. „Wenn es das lnfektionsgeschehen zulässt, kehren alle Klassenstufen ab dem 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurück“, teilt das Ministerium den Schulen mit – ohne das weiter zu präzisieren.

„Sehr detailliert und rechtzeitig“

„Das ist schwammig“, sagte Thorsten Papendick, der Vorsitzende des Mannheimer Gesamtelternbeirats (GEB), dieser Redaktion. Aber ansonsten zeigte er sich „positiv überrascht“. Im zurückliegenden Jahr habe man das Kultusministerium oft und heftig kritisiert. „Jetzt kann man auch mal ein Lob aussprechen.“ Die Information der Schulen über die Teststrategie sei „sehr detailliert, in großen Teilen klar formuliert, und sie ist rechtzeitig eingetroffen“, meint Papendick: „Das ist ein ganz anderes Bild, als es das Kultusministerium in den letzten Monaten abgegeben hat.“ Dass das jetzt so schnell gegangen sei, „damit habe ich nicht gerechnet“.

In den Schulen haben denn auch die Detailplanungen zur Umsetzung der Testpflicht direkt begonnen, berichtet Angela Speicher, geschäftsführende Leiterin der Mannheimer Grundschulen und Rektorin der Johannes-Kepler-Grundschule in K 5. Sie freut sich über die „frühzeitige“ Information, die den organisatorischen Rahmen abstecke und Zeit gebe, die Einverständnis-Erklärungen der Eltern einzuholen. Und da in der kommenden Woche zunächst nur die Notbetreuung laufe, könne man das Testen der Schüler in kleinerer Besetzung quasi schon einmal üben – auf freiwilliger Basis.

Erst mit der Testpflicht ein paar Tage später „besteht ein Zutritts- und Teilnahmeverbot für diejenigen Personen, die keinen Nachweis über eine negative Testung auf das SARS-CoV-2 Virus erbringen“, schreibt das Kultusministerium in seiner Handreichung für die Schulen. Wenn Eltern oder volljährige Schülerinnen und Schüler sich gegen die Tests entschieden, sei „weder die Teilnahme am Präsenzunterricht oder der Notbetreuung noch das Betreten der Schule möglich“. Allerdings gelten Ausnahmen – „insbesondere für die Teilnahme an Zwischen- und Abschlussprüfungen oder bei für die Notengebung erforderlichen schulischen Leistungsfeststellungen“, so das Kultusministerium.

Das Land werde für Personal und Schüler ausreichend „Testkits zur zweimaligen wöchentlichen Testung“ bereitstellen. Die Städte und Gemeinden übernähmen die Verteilung. Zur Verfügung stehen laut Ministerium „Nasaltests“. Die Schülerinnen und Schüler „führen an sich selbst einen Abstrich aus dem vorderen Nasenraum (ca. 2 cm) entsprechend den Hinweisen des Herstellers durch“. Die Probeentnahme sei dadurch „sicher, schmerzfrei und bequem auch von jüngeren Kinder selbstständig durchzuführen“. Der Abstrich werde von entsprechend geschultem Aufsichtspersonal angeleitet und begleitet.

Personelle Unterstützung

Das geschehe „in der Organisationshoheit und Verantwortung der Schule“. Die Testung könne „auch im Klassenverband gemeinschaftlich unter Anleitung stattfinden“. Allerdings müsse „sichergestellt sein, dass das Testergebnis nicht von anderen Schülerinnen und Schülern erkennbar ist, dazu sind Abstände einzuhalten bzw. Sichtschutz aufzubauen“, heißt es in der Handreichung. In der Praxis dürfte das Probleme bereiten, befürchten Pädagogen. Wer ein positives Ergebnis hat, muss zum Beispiel in einen separaten Raum, bis er von den Eltern abgeholt werden kann. Nicht auszuschließen, dass das einige Mitschüler mitbekommen.

Das Land möchte die Schulträger nach eigenen Angaben „bei den mit den Testungen verbundenen finanziellen Herausforderungen unterstützen“. Deshalb gebe es einen Sockelbetrag „für Beratungsleistungen hinsichtlich der Einrichtung geeigneter Räumlichkeiten, der Beschaffung und Bereitstellung von Schutzausstattung sowie der Schulung von Lehrkräften in Höhe von rund 550 Euro“ je Schule.

An Grundschulen und Grundstufen der Förderzentren werde das Land außerdem „Mittel für die Vergütung von Unterstützungspersonal bei der Durchführung der Tests“ zur Verfügung stellen – pro Schüler etwa acht Euro für elf Testungen.

Quelle Mannheimer Morgen von Bertram Bähr

Teststrategie für Schulen, Kitas und die Kindertagespflege

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Nach den Osterferien wird die Teststrategie des Landes für Schulen, Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege deutlich erweitert. Zusätzlich zu den bislang etablierten Strukturen stehen ab dem 12. April 2021 anlasslose Schnelltestmöglichkeiten zur Eigenanwendung für Beschäftigte an den genannten Einrichtungen sowie für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Ab dem 19. April gilt eine indirekte Testpflicht. Das Kultusministerium informiert im Folgenden über die Bedingungen und Regelungen.

Regelungen ab dem 12. April 2021

Bei der Teststrategie der Landesregierung wird es ab dem 12. April 2021 zunächst eine einwöchige Startphase geben. Alle in den schulischen Präsenzbetrieb sowie in die Notbetreuung einbezogenen Personen können das Testangebot zunächst auf freiwilliger Basis in Anspruch nehmen. In Präsenz bzw. in der Notbetreuung befinden sich in der Woche ab dem 12. April die folgenden Schülerinnen und Schüler und die entsprechenden Lehrkräfte:

  • Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-7 , deren Eltern zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wird eine Notbetreuung nach den bisherigen Regelungen eingerichtet.
  • Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen werden weiterhin im Wechselbetrieb mit einer Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet. Die Schulen entscheiden dabei über den Anteil des Präsenzunterrichts.
  • Aufgrund der besonderen Situation können die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung den Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen fortsetzen.
Regelungen ab dem 19. April 2021

Ab dem 19. April 2021 gilt in Stadt- und Landkreisen eine inzidenzabhängige indirekte Testpflicht. In Landkreisen, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz von 100 überschritten ist (Feststellung erfolgt durch das zuständige Gesundheitsamt des Stadt- oder Landkreises) ist dann ein negatives Testergebnis Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung .

Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, kehren alle Klassenstufen aller Schularten ab dem 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurück. Diese Eckpunkte wurden in zwei großen Gesprächsrunden unter der Federführung des Staatsministeriums mit zahlreichen am Bildungsleben in Baden-Württemberg Beteiligten ausgiebig erörtert.

Hinweise und Unterstützung zu Testungen

Im Folgenden finden Sie Hinweise zur Umsetzung der Testpflicht. Das Kultusministerium hat allen Schulen eine Handreichung zur konkreten Umsetzung zur Verfügung gestellt.
Zudem finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten. 

Häufige Fragen und Antworten

Müssen sich alle Schülerinnen und Schüler testen lassen?
Die indirekte Testpflicht gilt nur für Stadt- und Landkreise, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz nach Feststellung des zuständigen Gesundheitsamtes von 100 überschritten ist. Dann müssen sich ab dem 19. April 2021 die Schülerinnen und Schüler aller Schularten testen lassen, wenn sie am Präsenzunterricht oder an der Notbetreuung teilnehmen. 
Wird ein Test verweigert oder ist das Testergebnis positiv, ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht oder der Notbetreuung nicht möglich.
Die Präsenzpflicht ist in Baden-Württemberg weiterhin ausgesetzt. Eltern, die nicht wollen, dass ihr Kind am Präsenzunterricht teilnimmt, können dies der Schule formlos anzeigen.
(Stand: 7. April 2021)

Muss sich das Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege testen lassen?
Die indirekte Testpflicht gilt nur für Stadt- und Landkreise, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz nach Feststellung des zuständigen Gesundheitsamtes von 100 überschritten ist. Dann ist das Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege dazu verpflichtet, die Testangebote anzunehmen.
Lehrkräfte an öffentlichen Schulen, die der Testpflicht nicht nachkommen, verletzen ihre Dienstpflichten und sind unverzüglich dem zuständigen Regierungspräsidium zu melden. Das Regierungspräsidium prüft und veranlasst ggf. dienst- oder arbeitsrechtliche Schritte.
(Stand: 7. April 2021)

Welche Tests kommen zum Einsatz?
Zum Einsatz kommen zunächst sogenannte Hotgen Coronavirus (2019-nCoV)-Antigentests. Da die Beschaffung von Tests durch das Land in mehreren Vergabeverfahren erfolgt, kann das Produkt über den Zeitlauf wechseln.
(Stand: 7. April 2021)

Wie kommen die Testkits an die Schule?
Mit den Kreisen, Städten und Gemeinden hat das für die Beschaffung und die Distribution der Testkits verantwortliche Ministerium für Soziales und Integration vereinbart, dass die Testkits an die Kommunen ausgeliefert werden, die für die Verteilung an alle Schulen und Kindertageseinrichtungen in ihrem Gebiet verantwortlich sind.
(Stand: 7. April 2021)

Welche Unterstützung bekommen die Schulen bei den Testungen?
Das Land unterstützt bei der Organisation der Testungen mit einem Budget, das den jeweiligen Schulträgern antraglos zur Verfügung gestellt wird. Alle Schulen erhalten dabei einen Sockelbetrag je Schule für Beratungsleistungen hinsichtlich der Einrichtung geeigneter Räumlichkeiten, der Beschaffung und Bereitstellung von Schutzausstattung sowie der Schulung von Lehrkräften in Höhe von rund 550 Euro.
Für die Unterstützungsleistungen bei der Durchführung von Selbsttests sowie notwendige persönliche Schutzausrüstung an Grundschulen, Grundstufen der SBBZ, Grundschulförderklassen, Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) GENT und KMENT sowie Schulkindergärten werden weitere Mittel für die Vergütung von Unterstützungspersonal bei der Durchführung der Tests zur Verfügung gestellt. Diese werden über die Schülerzahl der Schule im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl ermittelt und betragen je Schülerin und Schüler etwa 8 Euro für 11 Testungen.
Bei verschiedenen Fragen rund um die Organisation (zum Beispiel Beratung hinsichtlich der Räumlichkeiten) oder für die Anfragen bezüglich Unterstützungsleistungen bei der Durchführung stehen die Blaulichtorganisationen zur Verfügung.
(Stand: 7. April 2021)

Quelle

Schulstart nach den Osterferien – Eltern- und Schüler:innen- Videokonferenz

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Die Osterferien sind bald vorbei, aber viele Fragen zum Schulstart sind noch offen, unter anderem

-> Wann wird mein Kind wieder in der Schule unterrichtet?
-> Wie werden die Kinder getestet?

Reden wir darüber…

Liebe Eltern und Schüler:innen der Mannheimer Schulen,

wir, der Vorstand des Gesamtelternbeirat² der Stadt Mannheim, laden Sie alle zu einem Dialog mit uns und gleichzeitig zu einem Austausch untereinander ein.

Wann? Am Samstag, den 10. April 2021 um 20 Uhr!

Wir freuen uns über Ihre / Deine Registrierung zur Veranstaltung unter

Link zur Registrierung

Möchten Sie zukünftig per E-Mail über wichtige Neuigkeiten informiert und zu Veranstaltungen oder Umfragen eingeladen werden?
Dann melden Sie sich zusätzlich hier an.

Schnelltests für Mannheimer Kitas mit Unterstützung von Rettungsdiensten und der Feuerwehr ausgeliefert

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Schnelltests für alle Kitas: Auslieferung mit Hilfe aller Hilfsorganisationen aus dem Bereich Katastrophenschutz und Sanitätsdienst erfolgreich durchgeführt, Beginn der Testungen nach den Osterferien 
 
Die Stadt Mannheim hat durch das Bildungsdezernat der Stadt Mannheim eine großangelegte Testaktion für die Mannheimer Kinder und ihre Familien auf den Weg gebracht. Am 6. April wurden in einer erneuten Kooperation mit den Mannheimer Rettungsdiensten Corona-Schnelltests und tausende von Schutzmasken an Kitas ausgeliefert. Die Stadt Mannheim und die beiden Kirchen haben selber die Verteilung an ihre Einrichtungen übernommen, die Rettungsdienste versorgten die kleinen freien Träger. Logistisches Drehkreuz des Geschehens war die Hauptfeuerwache Mannheim. Insgesamt stellt die Stadt den Kitas aller Träger in Mannheim 110.000 Tests zur Verfügung.
 
Im Auftrag des Verwaltungsstabs der Stadt Mannheim hatte das Dezernat Bildung, Jugend, Gesundheit die Regie des Projekts übernommen und Nasaltests und Spucktests in entsprechenden Größenordnungen bereitgestellt. Bereits seit Anfang April lief ein Pilotprojekt in zwölf städtischen Kinderhäusern, bei dem Nasal- und Spucktests zum Einsatz kamen und das auf sehr positive Resonanz stieß. Mit der Auslieferung an die Kitas aller Träger startet dann die freiwillige Testung von Kita-Kindern stadtweit. Nachdem das Personal der Kitas sich bereits seit 22.02.2021 im Rahmen eines städtischen Projekts zweimal wöchentlich freiwillig auf Corona testen kann, können nun auch die Kinder mit den einfach zu handhabenden Antigenschnelltests zuhause auf das Coronavirus getestet werden. Dabei werden die Eltern aktiv einbezogen: Sie bekommen die Testkits in ihrer Kita ausgehändigt, führen den Test zuhause durch und erhalten somit Klarheit und Sicherheit, bevor die Kinder in die Betreuung gehen.
 
„Ich freue mich sehr darüber, dass wir es erneut geschafft haben, innerhalb kürzester Zeit die benötigten Tests zu beschaffen und dank der Unterstützung unserer Feuerwehr und der Rettungsdienste rechtzeitig vor Ende der Osterferien in die Einrichtungen zu bringen. Die Möglichkeit zur Testung der Kinder gibt Sicherheit für Eltern, Kinder und unsere Beschäftigten in den Einrichtungen. Dieses Projekt erweitert die Perspektive auf dem Weg zurück in einen normalen Alltag unserer Stadtgesellschaft. Mein Dank gilt allen Beteiligten in der Verwaltung, insbesondere unseren unmittelbar in den Kinderhäusern Beschäftigten, unseren Partnern von den Rettungsdiensten und auch den Eltern und den Kindern, die sich jetzt an den Testungen beteiligen werden“, äußert sich Dirk Grunert, Bürgermeister Bildung, Jugend, Gesundheit der Stadt Mannheim.
 
Wie schon bei der ersten großen Testprojektion Ende Februar waren auch diesmal die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfallhilfe (JUH) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sowie der Arbeiter-Samariter-Bund im Einsatz.
 
„Heute sind alle Mannheimer Hilfsorganisationen in die Aktion eingebunden, die gemeinschaftlich in guter Zusammenarbeit und mit Freude die Aufgabe übernommen haben, die Kitas in der Stadt mit Schnelltests auszustatten. Wir freuen uns, in der Pandemie der Bevölkerung und der Stadt Mannheim hilfreich zur Seite zu stehen“, erklärte André Kühner als Koordinator der Hilfsorganisationen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz.
 
Auch die Auslieferung an die Schulen wurde gestartet. Ein Beginn der Testungen der Schüler*innen hängt dort davon ab, wann der Unterricht wieder in Präsenz startet. Nach derzeitigem Stand ist für viele Schulen ein Start des Präsenzunterrichtes (als Wechselunterricht) erst ab dem 19.04.2021 vorgesehen.

Quelle: https://www.mannheim.de/de/nachrichten/schnelltests-fuer-mannheimer-kitas-ausgeliefert

Bürgermeister Dirk Grunert – Brief an die Eltern: Testangebot für Schüler:innen

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Liebe Eltern,

noch genießen Sie hoffentlich mit Ihren Kindern die Osterferien. Wie wir bereits wissen, beginnt die Schule nach den Ferien (bis auf die Abschlussklassen und einige SBBZs) erst einmal mit einer Woche Fernunterricht, bevor ab dem 19. April wahrscheinlich im Wechselunterricht wieder mit Präsenzunterricht für die Klassen 1-7 gestartet wird.

Mit Sorge betrachten wir alle die in den letzten Wochen deutlich gestiegenen Infektionszahlen. Das deutlich größere Infektionsgeschehen gerade bei Kindern stellt alle am Schulleben Beteiligten vor neue Herausforderungen.

Eine gute Nachricht ist, dass das Land dieser Tage nun eine Teststrategie für Schülerinnen und Personal an Schulen vorgelegt hat. Ab dem 19. April sollen überall Testungen von Schülerinnen stattfinden. Sofern die Klassen vorher schon in Präsenz sind, soll dies ab dem 12. April ermöglicht werden. Über die genaueren Abläufe wird das Land die Schulen voraussichtlich in den nächsten Tagen informieren. Wir setzen darauf, dass damit verlässliche und möglichst einheitliche Rahmenbedingungen für alle Mannheimer Schulen geschaffen werden. Die Stadt Mannheim hat in Eigeninitiative 300.000 Selbsttests beschafft und wird diese über die Ferien an die Schulen verteilen. Die gelieferten Tests der Firma Roche sind einfach in der Handhabung und liefern binnen weniger Minuten ein Ergebnis.

Hier für Sie ein Video, wie so eine Testung ablaufen könnte:
https://www.roche.de/diagnostik-produkte/produktkatalog/tests-parameter/sars-cov-2-rapid-antigen-test-schulen/

Um einen sicheren Schulbetrieb zu ermöglichen, sind die Schulen auf unsere Unterstützung und besonders auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Eventuell suchen Schulen auch Eltern als Unterstützung für die Durchführung dieser Testungen.

Wir bitten Sie eindringlich, nutzen Sie das Testangebot, geben Sie Ihr Einverständnis und ermöglichen so Ihren Kindern die Teilnahme am Präsenzunterricht, wenn dieser ab dem 19. April voraussichtlich wieder eingeführt wird. Helfen Sie mit, dass mögliche SARS-CoV-2-Infektionen schnell erkannt und umgehend eingedämmt werden. Damit leisten Sie nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit Ihrer Kinder, zur Gesundheit Ihrer Familien und zur Eindämmung der Pandemie in Mannheim – Sie schaffen somit die Grundlage für eine sichere Wiederaufnahme von Präsenzangeboten an Schulen und eine Teilhabe Ihrer Kinder am Schulleben.

Nur gemeinsam können wir diese herausfordernde und zermürbende Krise überwinden, daher bitte ich Sie: Helfen Sie mit!

Mit besten Grüßen,
Dirk Grunert