Testpflicht ab einer Inzidenz von 100

Land informiert ausführlich über die Teststrategie nach den Osterferien / Mannheimer Gesamtelternbeirat „positiv überrascht“

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Mannheim. Ab kommendem Montag nur Notbetreuung und freiwillige Tests von Schülerinnen und Schülern – eine Woche später dann Wechselunterricht und Testpflicht: Der grobe Rahmen für den Schulstart nach den Osterferien ist seit wenigen Tagen bekannt. Am Donnerstag veröffentlichte das baden-württembergische Kultusministerium dazu auf seiner Webseite eine 13-seitige Handreichung mit einer Fülle von Details. Die Schulen waren bereits tags zuvor informiert worden. Demnach gilt die Testpflicht zwei Mal wöchentlich ab 19. April nur dann, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt.

In Mannheim dürfte das der Fall sein. Zwar ist der Wert nach den Zahlen der Stadt zwischen Samstag (179,0) und Mittwoch (127,1) deutlich gesunken. Am Donnerstag jedoch kamen 89 weitere Infektionen hinzu, die Inzidenz stieg dadurch wieder leicht auf 132. Für die nächsten Tage zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab.

Auch hinter der Rückkehr zum Wechselunterricht eine Woche nach dem Ferienende steht noch ein Fragezeichen. „Wenn es das lnfektionsgeschehen zulässt, kehren alle Klassenstufen ab dem 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurück“, teilt das Ministerium den Schulen mit – ohne das weiter zu präzisieren.

„Sehr detailliert und rechtzeitig“

„Das ist schwammig“, sagte Thorsten Papendick, der Vorsitzende des Mannheimer Gesamtelternbeirats (GEB), dieser Redaktion. Aber ansonsten zeigte er sich „positiv überrascht“. Im zurückliegenden Jahr habe man das Kultusministerium oft und heftig kritisiert. „Jetzt kann man auch mal ein Lob aussprechen.“ Die Information der Schulen über die Teststrategie sei „sehr detailliert, in großen Teilen klar formuliert, und sie ist rechtzeitig eingetroffen“, meint Papendick: „Das ist ein ganz anderes Bild, als es das Kultusministerium in den letzten Monaten abgegeben hat.“ Dass das jetzt so schnell gegangen sei, „damit habe ich nicht gerechnet“.

In den Schulen haben denn auch die Detailplanungen zur Umsetzung der Testpflicht direkt begonnen, berichtet Angela Speicher, geschäftsführende Leiterin der Mannheimer Grundschulen und Rektorin der Johannes-Kepler-Grundschule in K 5. Sie freut sich über die „frühzeitige“ Information, die den organisatorischen Rahmen abstecke und Zeit gebe, die Einverständnis-Erklärungen der Eltern einzuholen. Und da in der kommenden Woche zunächst nur die Notbetreuung laufe, könne man das Testen der Schüler in kleinerer Besetzung quasi schon einmal üben – auf freiwilliger Basis.

Erst mit der Testpflicht ein paar Tage später „besteht ein Zutritts- und Teilnahmeverbot für diejenigen Personen, die keinen Nachweis über eine negative Testung auf das SARS-CoV-2 Virus erbringen“, schreibt das Kultusministerium in seiner Handreichung für die Schulen. Wenn Eltern oder volljährige Schülerinnen und Schüler sich gegen die Tests entschieden, sei „weder die Teilnahme am Präsenzunterricht oder der Notbetreuung noch das Betreten der Schule möglich“. Allerdings gelten Ausnahmen – „insbesondere für die Teilnahme an Zwischen- und Abschlussprüfungen oder bei für die Notengebung erforderlichen schulischen Leistungsfeststellungen“, so das Kultusministerium.

Das Land werde für Personal und Schüler ausreichend „Testkits zur zweimaligen wöchentlichen Testung“ bereitstellen. Die Städte und Gemeinden übernähmen die Verteilung. Zur Verfügung stehen laut Ministerium „Nasaltests“. Die Schülerinnen und Schüler „führen an sich selbst einen Abstrich aus dem vorderen Nasenraum (ca. 2 cm) entsprechend den Hinweisen des Herstellers durch“. Die Probeentnahme sei dadurch „sicher, schmerzfrei und bequem auch von jüngeren Kinder selbstständig durchzuführen“. Der Abstrich werde von entsprechend geschultem Aufsichtspersonal angeleitet und begleitet.

Personelle Unterstützung

Das geschehe „in der Organisationshoheit und Verantwortung der Schule“. Die Testung könne „auch im Klassenverband gemeinschaftlich unter Anleitung stattfinden“. Allerdings müsse „sichergestellt sein, dass das Testergebnis nicht von anderen Schülerinnen und Schülern erkennbar ist, dazu sind Abstände einzuhalten bzw. Sichtschutz aufzubauen“, heißt es in der Handreichung. In der Praxis dürfte das Probleme bereiten, befürchten Pädagogen. Wer ein positives Ergebnis hat, muss zum Beispiel in einen separaten Raum, bis er von den Eltern abgeholt werden kann. Nicht auszuschließen, dass das einige Mitschüler mitbekommen.

Das Land möchte die Schulträger nach eigenen Angaben „bei den mit den Testungen verbundenen finanziellen Herausforderungen unterstützen“. Deshalb gebe es einen Sockelbetrag „für Beratungsleistungen hinsichtlich der Einrichtung geeigneter Räumlichkeiten, der Beschaffung und Bereitstellung von Schutzausstattung sowie der Schulung von Lehrkräften in Höhe von rund 550 Euro“ je Schule.

An Grundschulen und Grundstufen der Förderzentren werde das Land außerdem „Mittel für die Vergütung von Unterstützungspersonal bei der Durchführung der Tests“ zur Verfügung stellen – pro Schüler etwa acht Euro für elf Testungen.

Quelle Mannheimer Morgen von Bertram Bähr

Teststrategie für Schulen, Kitas und die Kindertagespflege

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Nach den Osterferien wird die Teststrategie des Landes für Schulen, Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege deutlich erweitert. Zusätzlich zu den bislang etablierten Strukturen stehen ab dem 12. April 2021 anlasslose Schnelltestmöglichkeiten zur Eigenanwendung für Beschäftigte an den genannten Einrichtungen sowie für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Ab dem 19. April gilt eine indirekte Testpflicht. Das Kultusministerium informiert im Folgenden über die Bedingungen und Regelungen.

Regelungen ab dem 12. April 2021

Bei der Teststrategie der Landesregierung wird es ab dem 12. April 2021 zunächst eine einwöchige Startphase geben. Alle in den schulischen Präsenzbetrieb sowie in die Notbetreuung einbezogenen Personen können das Testangebot zunächst auf freiwilliger Basis in Anspruch nehmen. In Präsenz bzw. in der Notbetreuung befinden sich in der Woche ab dem 12. April die folgenden Schülerinnen und Schüler und die entsprechenden Lehrkräfte:

  • Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-7 , deren Eltern zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wird eine Notbetreuung nach den bisherigen Regelungen eingerichtet.
  • Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen werden weiterhin im Wechselbetrieb mit einer Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet. Die Schulen entscheiden dabei über den Anteil des Präsenzunterrichts.
  • Aufgrund der besonderen Situation können die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung den Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen fortsetzen.
Regelungen ab dem 19. April 2021

Ab dem 19. April 2021 gilt in Stadt- und Landkreisen eine inzidenzabhängige indirekte Testpflicht. In Landkreisen, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz von 100 überschritten ist (Feststellung erfolgt durch das zuständige Gesundheitsamt des Stadt- oder Landkreises) ist dann ein negatives Testergebnis Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung .

Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, kehren alle Klassenstufen aller Schularten ab dem 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurück. Diese Eckpunkte wurden in zwei großen Gesprächsrunden unter der Federführung des Staatsministeriums mit zahlreichen am Bildungsleben in Baden-Württemberg Beteiligten ausgiebig erörtert.

Hinweise und Unterstützung zu Testungen

Im Folgenden finden Sie Hinweise zur Umsetzung der Testpflicht. Das Kultusministerium hat allen Schulen eine Handreichung zur konkreten Umsetzung zur Verfügung gestellt.
Zudem finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten. 

Häufige Fragen und Antworten

Müssen sich alle Schülerinnen und Schüler testen lassen?
Die indirekte Testpflicht gilt nur für Stadt- und Landkreise, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz nach Feststellung des zuständigen Gesundheitsamtes von 100 überschritten ist. Dann müssen sich ab dem 19. April 2021 die Schülerinnen und Schüler aller Schularten testen lassen, wenn sie am Präsenzunterricht oder an der Notbetreuung teilnehmen. 
Wird ein Test verweigert oder ist das Testergebnis positiv, ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht oder der Notbetreuung nicht möglich.
Die Präsenzpflicht ist in Baden-Württemberg weiterhin ausgesetzt. Eltern, die nicht wollen, dass ihr Kind am Präsenzunterricht teilnimmt, können dies der Schule formlos anzeigen.
(Stand: 7. April 2021)

Muss sich das Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege testen lassen?
Die indirekte Testpflicht gilt nur für Stadt- und Landkreise, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz nach Feststellung des zuständigen Gesundheitsamtes von 100 überschritten ist. Dann ist das Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege dazu verpflichtet, die Testangebote anzunehmen.
Lehrkräfte an öffentlichen Schulen, die der Testpflicht nicht nachkommen, verletzen ihre Dienstpflichten und sind unverzüglich dem zuständigen Regierungspräsidium zu melden. Das Regierungspräsidium prüft und veranlasst ggf. dienst- oder arbeitsrechtliche Schritte.
(Stand: 7. April 2021)

Welche Tests kommen zum Einsatz?
Zum Einsatz kommen zunächst sogenannte Hotgen Coronavirus (2019-nCoV)-Antigentests. Da die Beschaffung von Tests durch das Land in mehreren Vergabeverfahren erfolgt, kann das Produkt über den Zeitlauf wechseln.
(Stand: 7. April 2021)

Wie kommen die Testkits an die Schule?
Mit den Kreisen, Städten und Gemeinden hat das für die Beschaffung und die Distribution der Testkits verantwortliche Ministerium für Soziales und Integration vereinbart, dass die Testkits an die Kommunen ausgeliefert werden, die für die Verteilung an alle Schulen und Kindertageseinrichtungen in ihrem Gebiet verantwortlich sind.
(Stand: 7. April 2021)

Welche Unterstützung bekommen die Schulen bei den Testungen?
Das Land unterstützt bei der Organisation der Testungen mit einem Budget, das den jeweiligen Schulträgern antraglos zur Verfügung gestellt wird. Alle Schulen erhalten dabei einen Sockelbetrag je Schule für Beratungsleistungen hinsichtlich der Einrichtung geeigneter Räumlichkeiten, der Beschaffung und Bereitstellung von Schutzausstattung sowie der Schulung von Lehrkräften in Höhe von rund 550 Euro.
Für die Unterstützungsleistungen bei der Durchführung von Selbsttests sowie notwendige persönliche Schutzausrüstung an Grundschulen, Grundstufen der SBBZ, Grundschulförderklassen, Grundstufen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) GENT und KMENT sowie Schulkindergärten werden weitere Mittel für die Vergütung von Unterstützungspersonal bei der Durchführung der Tests zur Verfügung gestellt. Diese werden über die Schülerzahl der Schule im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl ermittelt und betragen je Schülerin und Schüler etwa 8 Euro für 11 Testungen.
Bei verschiedenen Fragen rund um die Organisation (zum Beispiel Beratung hinsichtlich der Räumlichkeiten) oder für die Anfragen bezüglich Unterstützungsleistungen bei der Durchführung stehen die Blaulichtorganisationen zur Verfügung.
(Stand: 7. April 2021)

Quelle

Schulstart nach den Osterferien – Eltern- und Schüler:innen- Videokonferenz

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Die Osterferien sind bald vorbei, aber viele Fragen zum Schulstart sind noch offen, unter anderem

-> Wann wird mein Kind wieder in der Schule unterrichtet?
-> Wie werden die Kinder getestet?

Reden wir darüber…

Liebe Eltern und Schüler:innen der Mannheimer Schulen,

wir, der Vorstand des Gesamtelternbeirat² der Stadt Mannheim, laden Sie alle zu einem Dialog mit uns und gleichzeitig zu einem Austausch untereinander ein.

Wann? Am Samstag, den 10. April 2021 um 20 Uhr!

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Schnelltests für Mannheimer Kitas mit Unterstützung von Rettungsdiensten und der Feuerwehr ausgeliefert

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Schnelltests für alle Kitas: Auslieferung mit Hilfe aller Hilfsorganisationen aus dem Bereich Katastrophenschutz und Sanitätsdienst erfolgreich durchgeführt, Beginn der Testungen nach den Osterferien 
 
Die Stadt Mannheim hat durch das Bildungsdezernat der Stadt Mannheim eine großangelegte Testaktion für die Mannheimer Kinder und ihre Familien auf den Weg gebracht. Am 6. April wurden in einer erneuten Kooperation mit den Mannheimer Rettungsdiensten Corona-Schnelltests und tausende von Schutzmasken an Kitas ausgeliefert. Die Stadt Mannheim und die beiden Kirchen haben selber die Verteilung an ihre Einrichtungen übernommen, die Rettungsdienste versorgten die kleinen freien Träger. Logistisches Drehkreuz des Geschehens war die Hauptfeuerwache Mannheim. Insgesamt stellt die Stadt den Kitas aller Träger in Mannheim 110.000 Tests zur Verfügung.
 
Im Auftrag des Verwaltungsstabs der Stadt Mannheim hatte das Dezernat Bildung, Jugend, Gesundheit die Regie des Projekts übernommen und Nasaltests und Spucktests in entsprechenden Größenordnungen bereitgestellt. Bereits seit Anfang April lief ein Pilotprojekt in zwölf städtischen Kinderhäusern, bei dem Nasal- und Spucktests zum Einsatz kamen und das auf sehr positive Resonanz stieß. Mit der Auslieferung an die Kitas aller Träger startet dann die freiwillige Testung von Kita-Kindern stadtweit. Nachdem das Personal der Kitas sich bereits seit 22.02.2021 im Rahmen eines städtischen Projekts zweimal wöchentlich freiwillig auf Corona testen kann, können nun auch die Kinder mit den einfach zu handhabenden Antigenschnelltests zuhause auf das Coronavirus getestet werden. Dabei werden die Eltern aktiv einbezogen: Sie bekommen die Testkits in ihrer Kita ausgehändigt, führen den Test zuhause durch und erhalten somit Klarheit und Sicherheit, bevor die Kinder in die Betreuung gehen.
 
„Ich freue mich sehr darüber, dass wir es erneut geschafft haben, innerhalb kürzester Zeit die benötigten Tests zu beschaffen und dank der Unterstützung unserer Feuerwehr und der Rettungsdienste rechtzeitig vor Ende der Osterferien in die Einrichtungen zu bringen. Die Möglichkeit zur Testung der Kinder gibt Sicherheit für Eltern, Kinder und unsere Beschäftigten in den Einrichtungen. Dieses Projekt erweitert die Perspektive auf dem Weg zurück in einen normalen Alltag unserer Stadtgesellschaft. Mein Dank gilt allen Beteiligten in der Verwaltung, insbesondere unseren unmittelbar in den Kinderhäusern Beschäftigten, unseren Partnern von den Rettungsdiensten und auch den Eltern und den Kindern, die sich jetzt an den Testungen beteiligen werden“, äußert sich Dirk Grunert, Bürgermeister Bildung, Jugend, Gesundheit der Stadt Mannheim.
 
Wie schon bei der ersten großen Testprojektion Ende Februar waren auch diesmal die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfallhilfe (JUH) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sowie der Arbeiter-Samariter-Bund im Einsatz.
 
„Heute sind alle Mannheimer Hilfsorganisationen in die Aktion eingebunden, die gemeinschaftlich in guter Zusammenarbeit und mit Freude die Aufgabe übernommen haben, die Kitas in der Stadt mit Schnelltests auszustatten. Wir freuen uns, in der Pandemie der Bevölkerung und der Stadt Mannheim hilfreich zur Seite zu stehen“, erklärte André Kühner als Koordinator der Hilfsorganisationen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz.
 
Auch die Auslieferung an die Schulen wurde gestartet. Ein Beginn der Testungen der Schüler*innen hängt dort davon ab, wann der Unterricht wieder in Präsenz startet. Nach derzeitigem Stand ist für viele Schulen ein Start des Präsenzunterrichtes (als Wechselunterricht) erst ab dem 19.04.2021 vorgesehen.

Quelle: https://www.mannheim.de/de/nachrichten/schnelltests-fuer-mannheimer-kitas-ausgeliefert

Bürgermeister Dirk Grunert – Brief an die Eltern: Testangebot für Schüler:innen

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Liebe Eltern,

noch genießen Sie hoffentlich mit Ihren Kindern die Osterferien. Wie wir bereits wissen, beginnt die Schule nach den Ferien (bis auf die Abschlussklassen und einige SBBZs) erst einmal mit einer Woche Fernunterricht, bevor ab dem 19. April wahrscheinlich im Wechselunterricht wieder mit Präsenzunterricht für die Klassen 1-7 gestartet wird.

Mit Sorge betrachten wir alle die in den letzten Wochen deutlich gestiegenen Infektionszahlen. Das deutlich größere Infektionsgeschehen gerade bei Kindern stellt alle am Schulleben Beteiligten vor neue Herausforderungen.

Eine gute Nachricht ist, dass das Land dieser Tage nun eine Teststrategie für Schülerinnen und Personal an Schulen vorgelegt hat. Ab dem 19. April sollen überall Testungen von Schülerinnen stattfinden. Sofern die Klassen vorher schon in Präsenz sind, soll dies ab dem 12. April ermöglicht werden. Über die genaueren Abläufe wird das Land die Schulen voraussichtlich in den nächsten Tagen informieren. Wir setzen darauf, dass damit verlässliche und möglichst einheitliche Rahmenbedingungen für alle Mannheimer Schulen geschaffen werden. Die Stadt Mannheim hat in Eigeninitiative 300.000 Selbsttests beschafft und wird diese über die Ferien an die Schulen verteilen. Die gelieferten Tests der Firma Roche sind einfach in der Handhabung und liefern binnen weniger Minuten ein Ergebnis.

Hier für Sie ein Video, wie so eine Testung ablaufen könnte:
https://www.roche.de/diagnostik-produkte/produktkatalog/tests-parameter/sars-cov-2-rapid-antigen-test-schulen/

Um einen sicheren Schulbetrieb zu ermöglichen, sind die Schulen auf unsere Unterstützung und besonders auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Eventuell suchen Schulen auch Eltern als Unterstützung für die Durchführung dieser Testungen.

Wir bitten Sie eindringlich, nutzen Sie das Testangebot, geben Sie Ihr Einverständnis und ermöglichen so Ihren Kindern die Teilnahme am Präsenzunterricht, wenn dieser ab dem 19. April voraussichtlich wieder eingeführt wird. Helfen Sie mit, dass mögliche SARS-CoV-2-Infektionen schnell erkannt und umgehend eingedämmt werden. Damit leisten Sie nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit Ihrer Kinder, zur Gesundheit Ihrer Familien und zur Eindämmung der Pandemie in Mannheim – Sie schaffen somit die Grundlage für eine sichere Wiederaufnahme von Präsenzangeboten an Schulen und eine Teilhabe Ihrer Kinder am Schulleben.

Nur gemeinsam können wir diese herausfordernde und zermürbende Krise überwinden, daher bitte ich Sie: Helfen Sie mit!

Mit besten Grüßen,
Dirk Grunert

Informationen zum Schulbetrieb nach den Osterferien

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Das Kultusministerium hat die Schulen am 1. April über den Schulbetrieb nach den Osterferien informiert. In der Woche vom 12. bis zum 16. April findet kein Präsenz- sondern nur Fernunterricht statt. Ab dem 19. April sollen die Schulen in den Wechselbetrieb übergehen.

Das Kultusministerium hat die Schulen in Baden-Württemberg gestern (1. April 2021) über den Schulbetrieb nach den Osterferien informiert. In der Woche vom 12. bis zum 16. April wird an den Schulen kein Präsenz- sondern nur Fernunterricht stattfinden. Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 7, deren Eltern zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wird eine Notbetreuung eingerichtet. Ab dem 19. April ist eine Rückkehr zum Wechselbetrieb für alle Klassenstufen vorgesehen, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt. Diese Entscheidung ist das Resultat von Dialogrunden mit zahlreichen Lehrerverbänden und -gewerkschaften, den schulischen Beratungsgremien (Landesschulbeirat, Landesschülerbeirat, Landeselternbeirat), Schulleiterinnen und Schulleitern sowie mit Eltern- und Schülervertretungen am vergangenen Montag und am Gründonnerstag, die das Staatsministerium initiiert und geleitet hat. Über den Schulbetrieb ab dem 19. April wird das Kultusministerium die Schulen noch einmal zu gegebener Zeit weiter informieren.

„Es war mir wichtig, dass Schulen, Lehrkräfte, Eltern und die Schülerinnen und Schüler noch vor Ostern Klarheit darüber haben, wie es nach den Ferien weitergeht“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Weiterhin gelte für alle Schularten, dass es keine Verpflichtung zur Teilnahme am Präsenzunterricht gibt. Wenn die Schülerinnen und Schüler nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, müssen sie die Schulpflicht aber im Fernunterricht erfüllen.

Ausnahmen für Prüfungsklassen und SBBZ

Ausnahmen von der Regelung für den Fernunterricht gibt es in der Woche nach den Osterferien für die Prüfungsklassen sowie für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung. Für die Schülerinnen und Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, gelten die bisherigen Vorgaben weiter. Die Abschlussklassen bleiben in einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht wobei die Schulen wie bisher über den Umfang des Präsenzunterrichts entscheiden können.

Aufgrund der besonderen Situation bleiben die SBBZ mit den Förderschwerpunkten geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung, die Schulkindergärten mit den entsprechenden Förderschwerpunkten und andere SBBZ mit den genannten Bildungsgängen geöffnet. Sie können den Schulbetrieb unter Beachtung der Hygienevorgaben fortführen und Unterricht im Wechselbetrieb anbieten, wenn dies zur Wahrung des Mindestabstandes geboten ist.

Teststrategie der Landesregierung für den Präsenzbetrieb

Das nach den Osterferien vorgehaltene Testangebot kann von den Personen, die in den Präsenzbetrieb und die Notbetreuung einbezogen sind, ab dem 12. April zunächst auf freiwilliger Basis in Anspruch genommen werden. Ab dem 19. April soll die Testung dann verpflichtend werden und Zugangsvoraussetzung für den Präsenzunterricht und die Notbetreuung sein. Weitere Informationen zur Testpflicht und zur Umsetzung der Testungen erhalten die Schulen, sobald die Landesregierung über die entsprechende Kabinettsvorlage abschließend entschieden hat.

„Ich möchte mich bei allen am Schulleben Beteiligten, bei allen Schulleitungen, Lehrkräften, bei allen Eltern sowie Schülerinnen und Schüler für ihre Geduld und ihr Mitwirken in dieser schwierigen Pandemiesituation bedanken. Allen wünsche ich frohe und erholsame Ostern“, so Kultusministerin Eisenmann.

Weitere Informationen

Das Schreiben an die Schulen finden Sie hier:

Thorsten Riehle ruft zur Unterstützung auf

Thorsten Riehle (Fraktionsvorsitzender SPD Mannheim, Geschäftsführer Capitol Mannheim) unterstützt unsere Hilfsaktion „Ein Kind. Ein Tablet. Eine Chance.

Jedes Kind muss die Chance auf gute Bildung erhalten, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern. Bitte helfen Sie mit.

Weitere Informationen (und wie Sie mithelfen können) finden Sie hier:

Ein Kind. Ein Tablet. Eine Chance.

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GEB wirft Kultusministerium Untätigkeit vor

Neben den ab Mittwoch geschlossenen Kitas gilt bereits seit Dienstag eine Maskenpflicht an Grundschulen. Der Gesamtelternbeirat (GEB) für die Mannheimer Schulen warf dem Kultus- und dem Sozialministerium Untätigkeit vor. Grundschulklassen seien unverantwortlich voll, weil den Schulen Räume und Personal zum Trennen der Klassen fehlten. „Wird die Maskenpflicht nicht durch eine obligatorische Testung oder Wechselunterricht ergänzt, sollten auch die Schulen geschlossen werden“, sagte der GEB-Vorsitzende Thorsten Papendick. Bislang untersage das Kultusressort Wechselunterricht.

Der Städtetag sieht den generellen Verzicht auf Masken an Grundschulen zunehmend kritisch, da dort wieder alle Schüler präsent seien und das Abstandsgebot nicht gelte. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi forderte kreative Lösungen, um das pädagogische Personal möglichst rasch zu impfen, etwa in Kooperation mit den Kommunen.

Quelle

Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht an Grundschulen

Auf dem Schulgelände von Grundschulen in öffentlicher oder freier Trägerschaft besteht für alle Personen die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske oder eines FFP2-Atemschutzesoder – soweit es sich um Schüler*innen handelt – einer medizinischen Maske oder einer nicht-medizinischen Alltagsmaske oder vergleichbaren Mund-Nasen-Bedeckung. Die Maskenpflicht umfasst alle Räume und Flächen im Schulgebäude (bspw. Unterrichts- und Fachräume, Begegnungsflächen wie Flure, Gänge und Treppenhäuser, Toiletten, Verwaltungsbereich, Lehrerzimmer) und im freien Schulgelände und umfasst grundsätzlich die Zeit des gesamten Aufenthalts auf dem Schulgelände. Davon umfasst sind auch außerunterrichtliche Betreuungsangebote wie Ganztagsbetreuung und verlässliche Grundschule. Es finden die in § 3 Absatz 2 Nr. 1, 2 und 6 CoronaVO benannten Ausnahmen Anwendung; für schulpflichtige Kinder unter 6 Jahren wird das Tragen einer medizinischen Maske empfohlen. Zudem bestehen Ausnahmen hiervon für das Schul- und Betreuungspersonal nach Erreichen des jeweiligen Arbeitsplatzes, sofern nicht weitere Personen anwesend sind, während der Pausen im Freien, sofern der Abstand zu anderen Personen mindestens 1,5 Meter beträgt. Darüber hinaus gilt für Absatz 4, dass aus wichtigen pädagogischen Gründen oder bei akut auftretenden Beeinträchtigungen unter strenger Einhaltung der übrigen Hygienebestimmungen und insbesondere des Abstandsgebotes vorübergehend auf das Tragen einer Maske verzichtet werden kann. Die Ausnahmen sind auf das zwingend erforderliche Maß zu begrenzen.

Quelle

Stadt Mannheim empfiehlt an Grundschulen das Tragen von Masken / Aufforderung an das Land: Wechselunterricht bis Ostern

Hinweise zum Infektionsgeschehen und mögliche weitere Maßnahmen Stadt Mannheim:
Stadt Mannheim empfiehlt an Grundschulen das Tragen von Masken / Aufforderung an das Land: Wechselunterricht bis Ostern

 
Bei dem im Verlauf der letzte 20 Tage ansteigenden Infektionsgeschehen ist keine Trendwende erkennbar, obwohl die Clusteranalyse und Nachverfolgung mit erheblichem Aufwand seitens der Gesundheitsamts betrieben und dadurch einzelne Cluster erfolgreich eingedämmt werden konnten.
 
Aus den lokalen Analysen wie aus Beobachtungen im Abgleich mit anderen Stadt- und Landkreisen ergeben sich folgende Feststellungen und Einschätzungen:
 
– Das Alter der Infizierten sinkt
 
– Ausbruchsgeschehen in Kindertagesstätten und Schulen erhöht sich und trifft neben den Lehrkräften und Erzieher*innen in höherem Maße als zuvor Kinder
 
– Unterschiedliche Wohnsituationen schlagen sich in stärkerem Maße im Infektionsgeschehen nieder als zuvor
 
– der Aufbau von Clustern beschleunigt sich durch die höhere Infektiosität der Mutationen, die im Wesentlichen das Geschehen treiben.
 
– Die aufgrund der Mutationen und Öffnungen notwendige höhere Achtsamkeit ist nicht feststellbar, im Gegenteil: Öffnungen und Öffnungsdiskussionen führen zu einer geringeren Einhaltung der Regeln; das Infektionsgeschehen wird u.U. weniger durch die konkreten Begegnungen im Rahmen wieder zugelassener Angebote, sondern durch allgemeine Verhaltensänderung beeinflusst.
 
„Die Dynamik des Infektionsgeschehens muss verlangsamt werden, um nicht innerhalb kurzer Zeit die Erfolge des einschränkenden Lockdowns der letzten 3 Monate wieder zu verspielen. Auswirkungen der steigenden Infektionszahlen zeigen sich auch bei den wieder ansteigenden Zahlen der stationär behandlungsbedürftigen Patienten. Gleichzeitig bringt eine Verlangsamung des Infektionsgeschehens einen erforderlichen Zeitgewinn zur Steigerung der Impfrate.“, erklärt der Leiter des Mannheimer Gesundheitsamts Dr.Peter Schäfer.
 
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Stadt Mannheim angesichts der weiteren Öffnung der Grundschule ab Montag das Maskentragen auch für Schüler*innen an Grundschulen, insbesondere auf den Begegnungsflächen wie Schulhof, Fluren, Toiletten und bei den außerunterrichtlichen Betreuungsangeboten wie Ganztagsbetreuung oder verlässliche Grundschule etc.. Zu gleich wird auf Basis der Erfahrungen mit bestehenden Empfehlungen eine Allgemeinverfügung vorbereitet, eine solche Maskenpflicht für Grundschulen ab Dienstag verpflichtend einzuführen.
 
Wie die Erfahrung zeigt, tragen Masken wesentlich dazu bei, Ansteckungen zu reduzieren. Die Stadt Mannheim sieht für Schüler*innen in Grundschulen eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung als ausreichend. Diese Mund-Nasen- Bedeckungen sind den meisten Kindern schon seit längerer Zeit bekannt und vertraut. Das Tragen von korrekt sitzendem Mund-Nasen-Schutz ist bei gesunden Kindern gesundheitlich unbedenklich. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erachtet das Tragen der Masken zur Reduzierung des Infektionsrisikos bei Kindern ab 6 Jahren als sinnvoll (https://www.kinderaerzte-im-netz.de/mediathek/informationen-zum-maskentragen/, https://www.dgkj.de/fachinformationen-der-kinder-und-jugendmedizin-zum-corona-virus/faqs-maske-kinder-und-coronavirushttps://www.umweltbundesamt.de/themen/alltags-op-masken-fuehren-nicht-zu-erhoehtem).
 
Die Maske sollte der Gesichtsgröße des Kindes angepasst sein und Nase, Mund und Kinn des Kindes bedecken. Auch sollten die Kinder die Möglichkeit haben, die Masken bei Bedarf abzunehmen bzw. „Maskenpausen“ einzulegen.
 
Kinder mit chronischen Krankheiten wie Mukoviszidose, mit Krebs oder mit einem geschwächten Immunsystem sollten eine medizinische Maske nur in Absprache mit ihrem Kinder- und Jugendarzt tragen. Das Tragen der Maske vermindert nicht nur die Ausbreitung von virushaltigen Tröpfchen, sondern schützt auch in gewissem Rahmen die Träger selbst. Kinder mit schweren Atemproblemen, Kinder, die die Maske nicht selbst entfernen können oder Kinder mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, mit intellektueller Reifungsverzögerung oder Verhaltensauffälligkeiten sollten – wenn überhaupt – die Maske nur nach Rücksprache mit dem/der Kinder- und Jugendarzt/-ärztin tragen.
 
Die Stadt Mannheim fordert die Landesregierung darüber hinaus auf, bis Ostern von einem Unterricht in voller Präsenz abzusehen und Wechselunterricht anzubieten.
 
Die Stadt Mannheim hat darüber hinaus mit dezentralen Testungen begonnen, um Clusterbildungen früher erkennen zu können.