Jobs for Future – Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung 22. bis 24. Februar 2018 in der Maimarkthalle Mannheim

Jobs for Future – Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung
22. bis 24. Februar 2018 in der Maimarkthalle Mannheim
Geöffnet täglich von 10 bis 17 Uhr
Eintritt frei

Beratung für Eltern: „Wie helfe ich meinem Kind bei seiner Berufsentscheidung?“

Dreitägige Messe Jobs for Future bietet am Samstag, 24. Februar, zwei Veranstaltungen mit wertvollen Infos und Diskussionen – Eintritt frei

„Was willst du mal werden? – Welcher Beruf würde dir Spaß machen? – Du bist doch gut in Mathe, bei uns konnte man damals …“ Der Übergang von der Schule ins Studien- und Berufsleben verlangt von jungen Menschen eine Entscheidung. Eltern möchten ihr Kind unterstützen – und sind oft unsicher, ob sie sich zu wenig oder zu viel einmischen oder mit ihren Berufserfahrungen überhaupt noch up-to-date sind. Ausbildungs- und Studienformate ändern sich rasant. Es gibt neue Berufsbilder, neue Bezeichnungen, neue Studiengänge, neue Techniken, fließende Übergänge, viele Karrierestufen – und in der mediengeprägten Welt junger Leute viele Berufsvorbilder aus den Daily Soaps.

Wie fühlen sich Kinder zwischen Pubertät und Berufsfindung, worauf sollte man als Eltern achten, damit Kinder die Begleitung annehmen? Diesen Fragen widmen sich auf der Jobs for Future am Messe-Samstag zwei Veranstaltungen, die sich gezielt an die Eltern wenden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Erwachsen werden – eine Herausforderung für Eltern“ ist das Thema von Dozentin Iréne Greiner. Die pädagogische Psychologin leitet Elternschulen und ein eigenes Institut. Die Veranstalter IHK, Handwerkskammer, Arbeitsagentur und Stadt Mannheim sind mit einem Expertenteam vor Ort und stehen für Fragen zur Verfügung. Termin: 24. Februar, 11 bis 12.30 Uhr, Bürogebäude am Haupteingang Maimarktgelände.

„Die Rolle der Eltern bei der Berufsorientierung – und warum sie dabei unverzichtbar sind!“ betont die BASF SE. Referentin Sabine Schumacher erläutert dabei: „Wie überstehen Eltern und Kinder diese anstrengende Lebensphase und kommen am richtigen Ziel an?“ Termin: 24. Februar, 13.30 bis 14.15 Uhr, Maimarkthalle, Info-Forum II.

Jobs for Future

 

Einladung zum Arbeitskreis Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen am Donnerstag, den 22. Februar 2018 um 19.30 Uhr in der Wilhelm-Wundt-Realschule (Belfortstr. 45–47, 68199 Mannheim)

Eingeladen sind alle Elternbeiratsvorsitzende und Stellvertreter der Mannheimer Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie ganz herzlich ein zum

Arbeitskreis (AK) Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen am Donnerstag, den 22. Februar 2018 um 19.30 Uhr in der Wilhelm-Wundt-Realschule (Belfortstr. 45-47, 68199 Mannheim).

Ich bitte Sie, diesen Termin unbedingt wahrzunehmen, da eine starke Elternschaft nur durch eine breite Unterstützung zu haben ist.

Tagesordnung:

1) Begrüßung

2) Unterrichtsausfall / Vertretungsregelung

3) Umgang mit Gewalt an Schulen / Schulsozialarbeit

4) Diskussion zur derzeitigen Situation der Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen

5) Wahlen zum Vorsitz und stellv. Vorsitz des AK Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen

6) Verschiedenes

Vielen Dank schon mal im Voraus für Ihre Bereitschaft zum Mitwirken. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

GEB Mannheim

gez. Thorsten Papendick

 

Arbeitskreis der Grundschulen und sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des GEB Mannheim unter neuem Vorsitz!

Arbeitskreis der Grundschulen und sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des GEB Mannheim unter neuem Vorsitz!

Der GEB Mannheim hatte zum Arbeitskreis (AK) Grundschule und sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren eingeladen.

Wichtige Tagesordnungspunkte dieser Sitzung waren die sanitäre Situation an den Grundschulen, Ganztagsgrundschulen und die Wahlen den neuen Vorsitzenden und Stellvertreters.

Auf der Tagesordnung stand das Thema „Toiletten“, das intensiv diskutiert wurde. Die anwesenden ElternvertreterInnen berichteten, wie die Toiletten-Nutzung an ihren Schulen geregelt ist. In einigen Fällen wurde sichtbar, wie wichtig ein Erfahrungsaustauch in diesem Bereich und wo dringend Unterstützung und Handlungsbedarf gefragt ist.

In der anschließenden Wahl wurde Herr Duong (Elternbeiratsvorsitzender der Pestalozzischule) zum neuen Vorsitzenden des Arbeitskreises gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende stellte sich Frau Sabra (Elternbeiratsvorsitzende der Waldhofschule) zur Verfügung. Der GEB Mannheim freut sich über diese Wahl und wünscht den beiden, die Kraft Amtes nun auch Mitglied im Vorstand des GEB sind, viel Erfolg bei ihrer Arbeit im Arbeitskreis.

Gedankt wurde Frau Sabine Leber-Hoischen für ihren engagierten Einsatz der letzten Jahre. Sie leitete den Arbeitskreis kommissarisch und führte durch die Sitzung.

Noch immer hoch gefragt ist das Thema „Ganztagsgrundschule“. Um hier den Fragen der Eltern gerecht zu werden, wird es eine weitere Arbeitskreissitzung zu diesem Thema voraussichtlich im April geben, erstmals unter Leitung des neuen Vorsitzenden Khanh Vi Duong.

Hiobsbotschaften reißen nicht ab – Lehrermangel verschärft sich dramatisch!

Hiobsbotschaften reißen nicht ab – Lehrermangel verschärft sich dramatisch!

Im Jahr 2025 gibt es voraussichtlich eine Million SchülerInnen mehr als erwartet.

Über den Lehrermangel wird in Deutschland immer wieder ausführlich berichtet und diskutiert. Aber der derzeitig akute Mangel an Lehrkräften sorgt laut Baden-Württembergs Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) erneut für gute Berufsaussichten für angehende Lehrer und Lehrerinnen. So formuliert zum Beginn des Schuljahres, wird derzeit mit allen Mitteln versucht die Lage zu entschärfen. Ob Teilzeiterhöhungen, Versetzungen oder der Rückruf pensionierter LehrerInnen – noch immer bleiben an vielen Schulen Stellen unbesetzt. In den aktuell stattgefundenen Arbeitskreisen des GEB Mannheim zeigten sich die Eltern verzweifelt, angesichts des immensen Stundenausfalls. Die Praktiken des betreuten Unterrichtes und der doppelten Klassenzimmer wird vom GEB Mannheim stark kritisiert.

„Und diese Lage wird sich in den nächsten Monaten und Jahren dramatisch verschärfen. Wir steuern sehenden Auges auf eine Katastrophe zu“ ist sich Thorsten Papendick, der Vorsitzende des GEB Mannheim sicher.

Wie eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung prognostiziert, werden wir in den nächsten Jahren mit dramatisch steigenden Schülerzahlen zu rechnen haben.

Die Studie geht von mehr als 8 Millionen SchülerInnen im Jahr 2025 aus. Damit setzt sich der Trend fort, den der GEB Mannheim schon seit längerer Zeit erkannt hat. Die steigenden Schülerzahlen an Grundschulen bedingt durch Geburten-Anstieg und Zuwanderung, zeigen schon jetzt erste schwerwiegende Folgen für die Grundschulen. Ein nationaler Bundesländervergleich zeigt, dass es den Grundschulen zunehmend schwerfällt, das durchschnittliche Leistungsniveau zu halten.

„Jetzt besteht enormer Handlungsdruck. Viele Bundesländer müssen komplett umdenken.“ so Jörg Dräger von der Bertelsmann Stiftung.

Die Grundschulen werden den „Schüler-Boom“ als erstes spüren, hier werden im Jahr 2025 mehr als 24 000 Lehrer benötigt. Da uns aufgrund der Altersstruktur eine Pensionierungswelle bevorsteht und vielerorts bereits Lehrermangel herrscht, wird der Bedarf an zusätzlichen Lehrkräften nicht zu decken sein. Neben den zusätzlichen Lehrkräften werden auch neue Klassenräume und Schulgebäude benötigt, wobei der Bedarf hier regional unterschiedlich ausfallen wird. Die Studie zeigt auf, dass deutschlandweit die Bildungsausgaben um mehr als 4 Milliarden Euro steigen werden.

Die Autoren der Studie appellieren an Länder, Städte und Gemeinden ihre Planung, den wachsenden Bedarf anzupassen. Für den kurzfristigen Bedarf sollten die Länder Anreize schaffen, dass insbesondere erfahrene Teilzeitkräfte und Pensionäre mehr unterrichten. Durch verbesserte Maßnahmen des Hinzuverdienens könnten zusätzlich freiwillige erfahrene Lehrkräfte gewonnen werden. Darüber hinaus müssen einheitliche Standards für die Qualifizierung von Seiteneinsteigern an den Grundschulen geschaffen werden – dies wäre ein weiteres Mittel dem steigenden Lehrerbedarf zu begegnen.

In einem Leserbrief vom Dezember 2017 unterstützt der Vorsitzende des GEB Mannheim, die Forderung vieler GrundschullehrerInnen nach einer höheren, angemesseneren Entlohnung. Dies wäre eine wichtige und notwendige Entscheidung, um das Grundschullehramt wieder attraktiver, gegenüber den anderen Schularten, zu gestalten.

„Die Zeit des Redens sei nun endgültig vorbei“ betont Thorsten Papendick, „es muss JETZT gehandelt werden!“

Der GEB Mannheim unterstützt die Forderungen der Bertelsmann-Studie, kurzfristig wirksame Maßnahmen gegen den prognostizierten Lehrermangel zu schaffen. Nur mit umfangreichen aber auch qualitätsbewussten Maßnahmen kann ein akuter Lehrermangel verhindert werden.

Bildung ist Zukunft!
Der Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim, 31.01.2018

Abdruck frei, Beleg erbeten.

Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim fordert mehr bildungspolitische Kompetenz in Reihen der Südwest-CDU

Der GEB Mannheim reagiert entsetzt auf die Forderung von Manuel Hagel, Generalsekretär der Südwest-CDU, nach „mehr disziplinarische Durchgriffsmöglichkeiten für Lehrer“.

„Folgt als nächstes der Wunsch nach Wiedereinführung der Prügelstrafe“, entgegnet der Vorsitzende des GEB Mannheim, Thorsten Papendick. „Ich dachte, das Stadium der billigen Stimmungsmache haben wir erfolgreich hinter uns gelassen.“

Die Einführung von Noten in Gemeinschaftsschulen, Frontalunterricht und Vergleichstest in den Grundschulen sind ein schlechter Witz und zeigt ganz deutlich auf, dass der Rat von Wissenschaftlern ignoriert wird.

„Die Südwest-CDU spielt mit unserem Bildungssystem zu Lasten der SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern.“

Die Forderung von Herrn Hagel „Wir wollen besten Unterricht“ können wir nur unterstützen, „aber die genannten Umsetzungsideen zeugen von Ahnungslosigkeit!“

Voraussichtlich im März 2021 findet die nächste Landtagswahl in Baden-Württemberg statt. Entweder beendet die Südwest-CDU Ihren vorzeitigen Wahlkampf oder sie beendet die Koalition mit den Grünen.

„Ich erwarte endlich ein Machtwort des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zur Bildungspolitik.“

„Dies ist alles sehr bedauerlich“, ergänzt Thorsten Papendick.

Der GEB Mannheim fordert mehr bildungspolitische Kompetenz in Reihen der Südwest-CDU!

Bildung ist Zukunft!
Der Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim, 12.01.18

Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim besteht auf die Weiterführung des Schulversuchs „Schule ohne Noten“

VERA 3 ist kein geeignetes Instrument zur Messung des Schulversuchs

Erneut bekräftigt Frau Ministerin Eisenmann ihre Entscheidung den Schulversuch „Schule ohne Noten“ einzustellen. Sie verweist auf das Abschneiden der zehn Versuchsschulen bei den VERA 3-Studien. Der GEB Mannheim macht darauf aufmerksam, dass VERA 3 kein geeignetes Instrument zur Messung dieses Schulversuchs ist. „Frau Ministerin Eisenmann müsste dies berücksichtigen“, so der Vorsitzende des GEB Mannheim, Thorsten Papendick. „Schule ohne Noten wurde eben nicht wissenschaftlich begleitet. Es gibt keine Instrumente zur Messung des Erfolgs. Darauf haben wir bereits mehrfach aufmerksam gemacht.“

Frau Ministerin Eisenmann hatte angekündigt den Schulversuch zu beenden. In einem Antwortschreiben hatte sie dem GEB Mannheim begründet, dass sie den Schulversuch beende, da er nicht wissenschaftlich begleitet worden sei. Des Weiteren stützt sie sich auch hier auf die VERA 3 Ergebnisse.
Der GEB Mannheim hält diese Art der mangelhaften Argumentation nicht für zielführend. Wenn Frau Ministerin Eisenmann sich mit dem Schulversuch ernsthaft auseinandersetzen würde, könnte sie den Mehrwert sehen. Leider hat die Ministerin kein Interesse daran, die Erfahrungen der Beteiligten in ihre Überlegungen mit einzubeziehen. Des Weiteren seien pädagogische Gründe anscheinend nicht relevant.

„Dies ist sehr bedauerlich“, ergänzt Thorsten Papendick. Frau Ministerin Eisenmann bekräftige gerade wieder in einem anderen Zusammenhang, dass man „das Rad nicht neu erfinden müsse“, sei aber nicht bereit, im Hinblick auf „Schule ohne Noten“ und „Differenzierung“, über den Tellerrand zu blicken. „Andere Bundesländer, auch skandinavische Länder sind da bereits viel weiter. Es ist sicher lohnenswert, einmal dorthin zuschauen.“

Der GEB Mannheim besteht auf die Weiterführung des Schulversuchs „Schule ohne Noten“ mit wissenschaftlicher Begleitung!

Bildung ist Zukunft!
Der Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim, 29.12.17

Leserbrief zum Artikel „Schlechte Noten für das Land“ vom 8.12.2017 im Mannheimer Morgen

Sehr geehrte Redaktion,

mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Schlechte Noten für das Land“ vom 8. Dezember 2017 gelesen.

Berechtigterweise machte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit dem Slogan „A 13 für alle!“ auf die prekäre Situation der Grund- und Hauptschullehrer aufmerksam. Die Eltern unterstützen die Forderung nach angemessener, höherer Entlohnung, wie sie auch die LehrerInnen im Gymnasial- und Realschulzweig erhalten. Die geleistete Arbeit an den Grund- und Hauptschulen muss endlich wertgeschätzt werden.

Gerade Eltern, deren Kinder die erste bis vierte Klasse besuchen, wissen, was die Lehrkräfte alles leisten müssen. Der Arbeitsaufwand an den Grundschulen ist in den letzten Jahren überproportional gestiegen. Schon in der Grundschule findet man Kinder mit wenig Deutschkenntnissen und hohem Förderbedarf. Die Nachfrage nach individueller Förderung wächst weiter. Hierfür engagieren sich die PädagogInnen voller Überzeugung und Elan, entwickeln Konzepte und Ideen, um dann ernüchtert festzustellen, dass ihnen die Unterstützung aus dem zuständigen Kultusministerium fehlt.

Derzeit ist es für uns Eltern erschreckend, mit ansehen zu müssen, wie sehr gut laufende Modellversuche an unseren Schulen ohne hinreichende Begründung einfach eingestellt werden. Ob es dabei um die Beendigung der Grundschule ohne Noten, die Abschaffung des fremdsprachlichen Unterrichtes geht oder dringend benötigte Förderstunden den Vertretungsstunden zum Opfer fallen – es wird einfach beschlossen, ohne nachzufragen oder Meinungen einzuholen.

Wir Eltern unterstützen die Lehrkräfte der Grundschulen in ihrem Bestreben nach mehr Wertschätzung und finanzieller Anerkennung. Die Streichung wichtiger Projekte ist nicht akzeptabel. Förderstunden müssen Förderstunden bleiben und dürfen nicht als Puffer für Stundenausfälle dienen. Die Lehrerversorgung, insbesondere bei Krankheit, muss besser funktionieren. Der Alltag der „doppelten Klassenbetreuung“ muss ein Ende haben.

Frau Ministerin Eisenmann muss anerkennen, was die Grundschulen leisten und die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Papendick, Vorsitzender des GEB Mannheim, 12.12.17

Leserbrief „Mehr Wertschätzung für Grundschullehrer“

Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim fordert die Weiterführung des Schulversuchs „Schule ohne Noten“

Nach der Ankündigung von Frau Ministerin Eisenmann, dass der Schulversuch „Schule ohne Noten“ beendet werden soll, schlagen dieser hohen Wellen entgegen.

Die Schulgemeinschaften fordern den Erhalt des Schulversuchs auf mindestens vier Jahre mit wissenschaftlicher Begleitung!

Hiervon betroffen ist in Mannheim die mit dem Bildungspreis der Stadt Mannheim ausgezeichnete Gerhart-Hauptmann-Grundschule. Diese erfährt eine hohe Solidarität unter den Eltern, auch von anderen Schulen. Die radikale Vorgehensweise der Ministerin ist allen unverständlich.

Mittlerweile ist auf das Unterstützungs- und Forderungsschreiben des GEB Mannheim an das Ministerium auch eine Antwort des zuständigen Referats eingetroffen. Hier wird nochmals erklärt, dass „nach einem Erprobungszeitraum zu entscheiden ist, ob die im Schulversuch gewonnenen Erkenntnisse zu einer Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen genutzt werden sollen.“ Der GEB ist sich einig, dass dies hier nicht greift. Es gibt keine „gewonnenen Erkenntnisse“ auf wissenschaftlicher Basis. Daher fordert der GEB Mannheim, den Schulversuch für mindestens vier Jahre fortzusetzen und wissenschaftlich zu begleiten!

„Dem Ministerium ist anscheinend nicht bewusst, dass es mit dem Schulversuch kein Neuland betritt“, so der Vorsitzende des GEB Mannheim, Thorsten Papendick. „Andere Bundesländer, auch skandinavische Länder sind da bereits viel weiter. Es ist sicher lohnenswert, einmal dorthin zuschauen.“ Eben aus diesem Grund ist der Abbruch des Schulversuchs unverständlich. Andere Länder haben damit durchaus positive Erfahrungen gemacht.

„Hier einfach aus ideologischen Gründen etwas pädagogisch Wertvolles abzubrechen ist absolut unverständlich“, bekräftigt der stellvertretende Vorsitzende des GEB, Matthias Mackert, der es nicht für ausreichend erachtet, dass das Ministerium der Meinung ist, dass die Verordnung über die Leistungsbeurteilung in Grundschulen ausreichend sei. Diese haben eine Zifferbenotung zur Grundlage und widersprechen damit dem pädagogischen Konzept der Versuchsschulen. Die Eltern wünschen sich offene, kompetenzorientierte Gespräche, über denen eben keine undifferenzierte Ziffernote schwebt!

Der GEB Mannheim fordert daher eine Weiterführung des Schulversuchs mit wissenschaftlicher Begleitung!

Bildung ist Zukunft!

Der Gesamtelternbeirat der Stadt Mannheim, 08.12.17

Aktuelle IGLU-Studie – Einsparungen im Bildungsbereich müssen sofort gestoppt werden!

Die vorgestellten Ergebnisse der neuen Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung haben mich leider nicht überrascht.

Deutschland schafft es seit 2006 nicht, die Entwicklung positiv zu verändern.
Gerade der Anteil an leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler ist katastrophal gestiegen.
Nur ein Drittel der leseschwachen Schülerinnen und Schüler erhält in Deutschland eine zusätzliche schulische Förderung im Lesen.

Der bildungspolitische Auftrag wird hier klar formuliert:
– gezielte Unterstützung für leseschwache Schülerinnen und Schüler
– Herstellung von Chancengerechtigkeit unabhängig von Geschlecht, sozialer Herkunft und Migrationsstatus
– Verstärkung von Leseförderung ab Grundschulbeginn

Der GEB Mannheim unterstützt jede dieser Forderungen.

Die Einsparungen im Bildungsbereich – gerade auch in Baden-Württemberg – müssen sofort gestoppt werden,
denn „Bildung ist Zukunft!“.

Thorsten Papendick
Vorsitzender des Gesamtelternbeirats aller Schulen der Stadt Mannheim

Mannheim, 5. Dezember 2017

Vollversammlung und Neuwahlen – Sabine Leber-Hoischen verabschiedet

Der Gesamtelternbeirat der Mannheimer Schulen traf sich zu seiner ersten Vollversammlung in diesem Schuljahr. Bei der gut besuchten Veranstaltung standen die Themen: „Haushalt“ und „Landespolitik“ im Mittelpunkt. Die ElternvertreterInnen diskutierten über die aktuellen Haushaltsberatungen. Hierbei wurde klar, dass das Gremium die geplanten Investitionen für gut und sinnvoll hält. Allerdings wurden verschiedene Maßnahmen vermisst. So fehle der Bau der Mensa und Turnhalle der Gretje-Ahlrichs-Schule im Haushaltsplan, ebenso wie ausreichende Mittel für die Schulentwicklung in Neckarau (Schiller-Ganztags-Grundschule und Wilhelm-Wundt-Realschule), Geld für zusätzliche Reinigung von Ganztagsgrundschulen, die Käthe-Kollwitz Turnhalle und die Sanierung von etlichen Toiletten.

Das Gremium sprach sich für den Erhalt von 68Deins (keine Kürzung, wie im Haushalt geplant) sowie einen noch weitergehenden Ausbau von Schulsozialarbeit aus. Hier ist der Bedarf an den Schulen sehr groß.

Auch weitere Probleme, wie z.B. eine fehlende Beschattung im Schulhof der Maria-Montessori-Schule kamen zur Sprache.

Ein großes Anliegen war es ElternvertreterInnen, sich für eine bessere Lehrerversorgung einzusetzen. Hier meldeten fast alle Bedarf an. Außerdem bemängelte das Gremium den Umgang von Ministerin Eisenmann mit dem Schulversuch „Schule ohne Noten“ an der Gerhart-Hauptmann-Grundschule. Der Vorstand versicherte, sich weiterhin dafür einsetzen zu wollen.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Thorsten Papendick (IGMH), der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Gesamtelternbeirates, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er bedankte sich für das ihm ausgesprochene Vertrauen. Sein Stellvertreter wird der bisherige Vorsitzende Matthias Mackert (Helene-Lange-Schule) sein, der nun verstärkt auf Landeselternbeiratsebene tätig ist. Bestätigt im Amt wurden Schriftführerin Ramona Willing und Kassenprüfer Hans Muckle. Kassiererin wurde die bisherige stellvertretende Schriftführerin Liane Reichelt. Neu gewählt wurden der stellvertretende Schriftführer Yavuz Kara, sowie die BeisitzerInnen Tülin Kilic, Sabine Dombrowski-Seitz, Ismail Alcin und Sandra Reese.

Mit Standing Ovations wurde Sabine Leber-Hoischen verabschiedet. Sie verlässt nach vielen Jahren der Elternarbeit das Gremium, da ihre Kinder der Schule „entwachsen“ sind. In einer bewegenden Rede bescheinigte Thorsten Papendick der Elternvertreterin ein hohes Engagement, das das ganze Gremium vermissen werde. Sie habe immer „wie eine Löwin“ für die Schulgemeinschaften gekämpft, teilte er mit und beschrieb ihre vielfältigen Tätigkeiten. Mit einer großen, leckeren Spaß-Schoko-Torte und viel Beifall wurde ihr gedankt. Sabine Leber-Hoischen bedankte sich sichtlich bewegt und appellierte in ihren Abschiedsworten an den Zusammenhalt der Schulgemeinschaften, der den GEB sehr stark gemacht habe. Sie habe ihre Arbeit im GEB immer mit viel Freude gemacht. „Manchmal war es arbeitsintensiv, oft musste man hartnäckig bleiben, aber es wurde viel gemeinsam bewegt – das war jede Minute wert!“